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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 3 · p. Seite 123

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 3
Article
Rabbinische Agada's in 1001 Nacht
Date
1873-01-01
Page
Seite 123 (sequence 8)
Language
German
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Ein Beitrag zur Geschichte der Wanderung orientalischer Mährchen. 123 Kaum hatte der Neger dieses Gebet vollendet, bildeten sich schwarze Wolken am Himmel und es regnete so stark, als fiele der Regen ans der Oeffnuug eines großen Wasserschlauch e §" u. s. to. wie Nikodemon b. Gorion den Regen mit den Worten herabfleht: Gieb doch, o Herr! zu erkennen, daß Du Freunde in Deiner Welt hast (הודע שיש לך אהובים מעולמך) (Taan. 20 a) oder wie Choni המעגל (Taan 23 a) zu Gott betet: Ich bin, o Gott! wie ein Hausfreund bei Dir; ich weiche nicht voit der Stelle, bis Du Dich Deiner Kinder erbarmst!!vorauf der Regen erst herabzutröpfeln beginnt und dann in Strömen herabfällt, daß jeder T r o.p f e n d e r O e f s n u n g e i n e s Schlauches!Fasse s) g l i ch (עד שכל טיפה וטיפה כמלא פי .(חבית ״Di e himmlische Ve r geltun g" (1001 Nacht von G. Weil IV, 96). Räthselvolle, scheinbar unverdiente Schicksale von Personen, welche sich hinterher als gerecht Herausstellen, wie Maccoth 10 b, Kidd. 39 d; Koran Sure 18, Erzählungen des R. Nissin p. 4a 5b; Gesta Romanorum c. 80. ״Der Todesengel vor zwei Königen und eine m Fromme n“ (1001 Nacht von G. Weil 78 ff.) erscheint als Bettler wie Moöd Kat. 28a dem R. Chijja und wartet auf Verlangen mit dem Vollzüge seiner Sendung wie Moöd Kat. das. dem R. Asche und Kethub. 7Sb dem N. Chanina b. Papa. Auch in der merkwürdigen Erzählrmg Tanchuma האזינו wird der Todesengel als Bettler dargestellt. ״Der Wolken mann und der König" (1001 Nacht von G. Weil IV, 9). Es lebte einst unter den Söhneu Israels ein durch seine Frömmigkeit berühmter Mann auf dem Gebirge als Einsiedler u. s. 10. Der König fastet vierzig Jahre u. s. w. erinnert an R. Zadok, der über den Untergang des Tempels vierzig Jahre fastete (Gittin 56 a).*) ') Die Erzählung ״Die tugendhafte Frau eines israelitischen Richters" (1001 Nacht von G. Weil IV, 82; vgl. 1001 Nacht von Habicht B. XII, S. XVII: ״Die tugendhafte Israelitin seines Richters Frau)) vermag ich aus jüdisch-midraschischen Quellen nicht zu belegen. Dieselbe Geschichte wird ausführlicher als ״Abenteuer eines Kadi's und seiner Frau" in 1001 Nacht von Habicht XI, 204 ff. erzählt, hier wird jedoch bloß

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