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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 3 · p. Seite 101

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 3
Article
Der mons offensionis auf dem Ölberg
Date
1873-01-01
Page
Seite 101 (sequence 5)
Language
German
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Der mons offensionis auf dem Oelberg. 101 werden; er ist, wie oben nach Sepp angegeben, fast um 300 Fuß niedriger als die nördliche Spitze und um 200 F. niedriger als die mittlere Kuppe. Nur auf einer dieser beiden Höhen könuen die Götzenaltäre errichtet geivesen sein. Es läßt sich noch einigermaßeil fixireil, welche von den beiden Kuppen, der sogenannte viri Galllaei oder Abu-Tur, diejenige war, über welche David auf seiner Flucht aus Jerusalem seinen Weg eingeschlagen hat, und allso diejenige, wo die Götzenaltäre standen. Voransgeschickt muß werden, daß die nördliche Spitze von der nnttlern etwa eine englische Meile entfernt ist, d. h. 1/4 geographische Meile — 5—6000 Fuß (Robinson das. S. 42). Auch eine andere Thatsache muß vorausgeschickt werden, daß David seine Flucht aus Jerusalem so viel wie möglich beschleunigt hat, mn nicht von seinem verruchten Sohne eingeholt zu werden. Er hat also den kürzesten Weg eingeschlagen, um zu einem Haltepunkt zu gelangen. Dieser war, wie in der Erzählung von der Flucht öfter angegeben ist, die Wüste aur Jordan oder die Sandstrecke zwischen Jericho und den! Jordan: בערבות המרכב gleich בערבות הירדן oder בערבות יריחו. Er hat also, mn von Jernsalem zum Jordan zu gelangen, eine nordöstliche Richtung einschlagen müssen. Im Verlaufe wird erzählt (Samuel II, 16, 1): Als David von der Spitze des Oelberges ein wenig weiter gezogen war, sei ihin der falsche Ziba, der Verwalter der Güter des Hauses Saul, mit seinen Söhnen und Sklaven e n t g e g e n gekommen. Entgegengekommen heißt, er ist von ehter entgegengesetzten Richtung mit David zusammen gekommen. Ziba wohnte wahrscheinlich in Gibeat-Saül, in der Residenz des Benjamitischen Königs, wo dessen Felder lagen, die der Obersclave zu bewirthschaften hatte. Er hatte vermnthet, daß David durch seinen rebellischen Sohn in Bedrängniß gerathen konnte, und kam ihm also von Gibea entgegen. David hat endlich jede Stadt vermieden, mn nicht von den Einwohnern verrathen zu werden, in welcher Richtung er seinen Weg

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