Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Rabbinische Agada's in 1001 Nacht
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 84 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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84 Rabb'mische Agada's in 1VV1 Nacht. ratheten Frau in eine schwere Krankheit. Tie Frau gerieth nach einiger Zeit in mißliche Verhältnisse und mußte von Mar Ukba ein Darlehen entnehmen. Aus Noth entschloß sie sich, ihm zu Willen zu sein, er aber bezwang seine Leidenschaft rrnd ließ sie unangetastet von dannen ziehen. Als er sich auf der Straße zeigte, erglänzte vom Himmel herab ein Licht über seinem Haupte, deshalb gab man ihm den Beinamen נ חן ר צ וצ י תא, der Mann mit dem Feuerschein/ vgl. Tosaph. zu Sabb. 56 b דצוציתא. — Die Erzählung in den Scheelthot ist nicht vollständig ausgeführt und weicht in einem wesentlichen Punkte von der Raschi vorliegenden Agada ab. Hier ist die Frau schließlich aus Noth willfährig und der Mann ist der Held, während dort, soweit aus dem Fragment zu ersehen ist, die Frau oder das Mädchen seinen Zumuthungen widersteht. Sabbat 56 b sagt R. Joseph: Einer der größten Büßer unserer Zeit ist Ukba b. Nechemja der Exilarch, mit dem Beinamen גחן דצוציתא. Einst saß ich — fährt N. Joseph fort — in der Lehrversanimlung und schlunnnerte, da sah ich im Traume, daß der Engel seine Hand ausstreckte und ihn (Ukba) an sich zog (seine Reue freundlich aufnahm) oder nach einer zweiten Erklärung Raschi's: daß der Engel ihn bei seinen Locken faßte. — Die Stelle ist dunkel und im Original wird der Engel, den Raschi in seiner Erklärung heranzieht, gar nicht erwähnt. Ich setze die Worte des talmudischen Textes, auf welche ich noch einmal zurückkommen werde, hierher: אמר ר׳ מסף הוה יתיבנא בפירקא והוה קא מנמנם וחואי בחילמא רקא פשיט ידיה וקב ל יה. In der Münchener Hdschr. des babyl. Talmud lauten die letzten Worte: וקמנמנא והואי רפשים ידיו וקבלוה. —Der Beiname נתן דצוציתא enthält n ach Raschi eine Anspielung auf Feuer funken (ניצוצין רנורא) oder auf die Locken (ציציה ראשו), bei denen ihn der Engel faßte, nach Aruch 1 נחן auf das härene (ציציה) Büßergewand, das er stets zur Sühne für seine begangene Sünde trug (שהיה לו חלוק של שיער עדם ששורטין אה בשרו שיהא לו בפרה שהיה בעל תשובה) nach R. Zemach und R. Saadia (bei Juch asm eck. Filip. 171) auf die Sorgfalt, die Ukba in seiner Jugend auf seine Haarfrisur verwandte und nach Andren, weil aus den vier Enden seines Gewandes Feuer hervorzüngelte, so daß