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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 2 · p. Seite 83

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 2
Article
Rabbinische Agada's in 1001 Nacht
Date
1873-01-01
Page
Seite 83 (sequence 23)
Language
German
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Ein Beitrag zur Geschichte der Wanderung orientalischer M ährchrn. 83 es dir im Namen Gottes." Als das Mädchen dies hörte, sagte es: ״Mein Gott, wenn dieser Mann aufrichtig ist, so bewahre ihn vor dem Feuer in dieser und in jener Welt, du kannst ja, was du willst." Ich ließ sie nun essen und ging, um das Feuer vom Heerd zu nehmen; da fiel eine brennende Kohle aus meine Füße, und durch Gottes Allmacht empfand ich nicht den geringsten Schinerz, und es fiel mir ein, daß wahrscheinlich ihr Gebet erhört worden. Ich ergriff dann eine andere glühende Kohle mit der Hand und sie brannte mich auch nicht. Da ging ich wieder zu dem Mädchen ins Zimmer und sagte: ״Freue dich, Gott hat dein Gebet erhört." Sie legte dann das Essen aus der Hand und rief: ״Mein Gott, so wie du eben meinen Wunsch erfüllt, so erhöre auch jetzt mein Gebet und nimm meinen Geist zu dir! Du bist ja allmächtig." Gott erfüllte auch sogleich diese Bitte, Sein Erbarmen sei mit ihr! In den Scheelthot des R. Acha Gaon o. 42 wird die in Talmud jer. Sabbat XIV Ende und b. Synhedr. 75 a allgemein ohne Nennung der Namen erzählte Geschichte in folgender Weise unter Nennung der handelirden Personen wiederholt: Ein Mann, Namens Nathan בן צ ו צ י ח ה ward von der Leidenschaft für eine verheirathete Frau, Namens C h ann a ergriffen. Er schickte derselben Geschenke an Gold und Silber, damit sie seinen Wünschen willfahre, sie lehnte jedoch seine Anerbietungen ab. Der Mann verfiel in eine schwere, langwierige Krankheit, von welcher er nach dem Ausspruche der Aerzte nur dann Genesung zu erhoffen hätte, wenn er seine Wünsche bei Channa durchsetzte oder wenigstens Gelegenheit fände, sich an ihren Reizen und ihrem Gespräche zu erfreuen. Doch all dieß wurde ihm versagt. Nach einer Relation war Channa unverehelicht, einer Verbindung der Beiden standen jedoch Rücksichten auf die Familienverhältnisse und auf die öffentliche Moral entgegen. Mar Ukba wird Synhedr. 31b ״der gleich Moses mit einem Feuerschein (Strahlenglanz) Begabte" [חיו ליה כבר בתיה כבר ביחיה))] genannt. Zur Erklärung dieses Epitheton erzählt Nascht: Ich habe in einem agadischen Werke gefunden, daß Mar Ukba ein Büßer war Er verfiel aus Liebe zu einer v e r h e i- <z*

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