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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 2 · p. Seite 81

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 2
Article
Rabbinische Agada's in 1001 Nacht
Date
1873-01-01
Page
Seite 81 (sequence 21)
Language
German
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Gilt Beitrag zur Geschichte der Wanderung orientalischer Mährchen. 81 durch die Darlegung des Sachverhaltes von der Ausführung seines Vorhabens abbrachte (Kidduschi 8t b). N. Amram, der Fromme, von der Leidenschaft für eine sehr schöne Sklavin überwältigt, versammelt durch den Nus: Feuer im Hause Amram's! Leute um sich, um sich durch die Anwesenheit von Zeugen vor einem sündhaften Schritte zu schützen. ״Lieber will ich mich jetzt, als in jener Welt einer Beschämung aussetzen" sprach .R. Amram. Er beschwor den Dämon, von dem er beherrscht war und derselbe fuhr in Gestalt einer Feuer säule aus ihm. R. Amram sagte zu ihm: Sieh', du bist Feuer und ich bin nur Fleisch und dmnoch bin ich stärker als du! (Kidd. 81s). — Eine einschlägige, in unsren Ausgaben des Talmud nur kurz angedeutete, aber von N. Achat Gaon erhaltene und in der Sammlung des R. Nissim weitläufig erzählte Geschichte scheint das Vorbild der folgenden Erzählung in 1001 Nacht gewesen zu sein. J. 55>«r Hchim- Md das ilMdW Mdchm.') Es wird auch erzählt: Ein frommer Mann hörte einst, es lebe in einer gewissen Stadt ein Schmied, der die Hand ins Feuer strecken und ein glühendes Eisen h e r a u s h o l e n könne, ohne sich im Mindesten zu beschädigen. Da er diesen Schmied gern sehen wollte, reiste er nach jener Stadt, erkundigte sich nach der Wohnung des Schmieds, ging zu ihnr und sah wirklich, daß man ihm nur Wahrheit von ihm erzählt hatte. Er wartete, bis der Schmied mit seiner Arbeit zu Ende war, ging dann auf ihn zu, grüßte ihn und sagte: ״Ich wünsche diese Nacht dein Gast zu sein." Der Schmied hieß ihn willkommen, nahm ihn mit in seine Wohnung, speiste mit ihm zu Nacht und ging dann mit ihm zu Bette. Als der Fremde bei dem Schmied keine Spur von Andacht und nächtlichen Gebeten fand, dachte er: Vielleicht unterläßt er es in meiner Gegenwart. Er blieb daher noch eine zweite Nacht und eine dritte, beobachtete den Schmied genau, fand aber, daß er nicht mehr als die vorgeschriebeneu üblichen Gebete verrichtete und daß e r in der Nacht nicht aufstand, um zu beten. Er sagte daher am fol- ') 1001 Nacht von G Weil IV, 89. Fr »nk-l. Monatsschrift XX11. 2. 6

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