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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 12 · p. Seite 568

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 12
Article
[Rezension] / J. G.
Date
1872-01-01
Page
Seite 568 (sequence 3)
Language
German
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568 Recenfionen. Wenn der Vers. darauf verweist, daß das hebr. Alphabet gleichwie die Keilschrift keine besonderen Zeichen für die aspirirten NL2D2 aufweist, so hat er nicht in Betracht gezogen, daß die Schrift überhaupt nicht immer die Lauts ch a t 1 i r u n g e n malt, sondern' stets etymologische Rücksichten nimmt, wonach dann z. B. ein k dasselbe bleibt, ob es nun durch phonetische Verhältnisse die Aspiration annimmt oder nicht- Schreibt ja der Deuts che auch immerhin ein g, wenn er auch in gewissen Fällen vb-ähnliches lauten läßt. Und gerade das Aramäische, dessen Einstuß der Vers, in dieseni Punkt auf's Hebräische walten läßt, würde ja auch erst eine nähere Erklärung erheischen. Daß der Vers. S. 13 Auin. 25, die Semiten ans Arabien stammen läßt, ist nun auch noch einer der fraglichen Punkte in der semitischen Ethnographie. Wie käme dann das Sanskrit des Semitismus gerade in den höchsten Norden des Sprachgebietes? — Wir glauben ferner, daß der Vers, dem ״non-Semitic influence“ einen viel zu großen Raum gestattet, wenn er das Dasein zweier I m p e r f e c t f o r m e n im Assyrischen und Aethiopischen ans denselben znrückführt (S. 52). Es ist die lieberzeugung der meisten Sprachforscher unserer Zeit, daß fremder Einfluß in den meisten Fällen den S p r a ch schätz zu berühren vermag, sehr selten aber in die Spra chform, in die granrmalische Struktur zu dringen inr Stande ist. Wir versehen Fremdwörter mit unseren grammatischen Terminationen, bilden aber nicht unsere eigenen einheimischen Wörter mit dein grammatischen Materiale fremder Völker. Wenn wir also den Einfluß des Turanismus auf das assyrische Zahlwort, wie ihn der Vers. Seite 138 f. nachweist, zugestehe»., so können wir uns $u der gegebenen Erklärung einer so specifischen Eig enthümlichkeit, wie Vocalentwickelung, nicht verstehen. S. 101 läßt sich der Vers, weitläufiger aus eine Streitfrage ein, in welcher viele Assyriologen die Vermnthung Oppert's ablehnen, vr. Oppert war nämlich der Erste, welcher die von ihm Mimmation genannte Erscheinung in der assyrischen Nominalbildung entdeckte; die Eigenthünllichkeit nämlich, daß das Assyrische, ebenso wie das Arabische, neben der ans einen Voeal (n, i, a) auslantenden Declination noch eine aitbere besitzt, welche neben dem vocalischen Auslaute einen Nasalinitlauter hö-

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