Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 12
- Article
- [Rezension] / J. G.
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 567 (sequence 2)
- Language
- German
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Recenfioney. 567 haben die seitherigen auf den ersten Resultaten Oppert's fußenden Bearbeitungen, uns aus dem Schmelztiegel der philologischen Kritik ein nach allen Richtungen hin geläutertes Material herbeigeschafft, welches nun auch zu vergleichenden Zwecken verwertdet werden kann. War schon vom Anbeginne der Forschungen über die Keilinschriften die sprachverglerchende Methode das allererwünschteste Auskunftsmittel um die Wahrscheinlichkeit der Resultate zur Evidenz zu erheben: so ist dennoch der Vers. Derjenige, welcher neben einer selbstständigen Entwickelung des grammatischen Gebäudes des Assyrischen, der Vergleichung mit den übrigen semitischen Dialekten in vorliegenden! Werke die größte Sorgfalt zmvendet. Mit Olshausen stellt sich der Vers, von vornherein auf den Standpunkt, daß ״the semitic dialects to which the Assyrian shows 4 most affinily are the Hebrew and Phemcian,“ obwol das Assyrische als das ״Sanskrit zwis ch e n d e n s e m i t i s ch e n S p r a ch e n" noch viele Eigenthümlichkeiten anfweist, die wir in! Hebräischen nicht mehr finden, welche sich jedoch in anderen Dialekten des semitischen Stanunes in ungestörter Entwickelung erhalten und nach der Eigenthümlichkeit des betreffenden Sprachzweiges weiter ausgebildet haben. Allerdings läßt sich die Annahme des zum kananitischen neigenden Typus des Assyrischen mehr auf das Lexicon als aus die Grammatik gründen. Denn in jenen! finden wir viel speciftsch hebräisches Sprachgut wieder, während die Grammatik in ihren maßgebendsten Parteien vielfach an andere Idiome des Semitismns, an das nördlichere und südliche Semitisch, erinnert. Doch haben wir solche Erscheinungen ohne Zweifel den! hohen Alter der assyrischen Jnschriftensprache, und dem Mangel gewisser grammatischer Eigenthüiulichkeiten, dem weiteren Entwiüelungsstadiurn des Hebräischen zuzuschreiben. Eben deshalb ist es auch viel zu gewagt, wollte mau aus dem so bestimmten Verhältnisse des Assyrischen zum Hebräischen für einzelne Fälle so weitgehende Consequenzen ziehen, daß gewisse Eigenthümlichkeiten der hebr. Sprache ״would be of lato introduction“ eben!veil das Assyrische kein Analogon dafür bietet; wie wenn der Verf. S. 36 das דגש קל des Hebräischen als Resultat aramäischen Einflusses betrachtet,!veil ,,there is no Irace of aspiration in Assyrian in the letters b, g, <1, c, p, t,£