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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 12 · p. Seite 547

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 12
Article
Studien über die Septuaginta und Peschito zu Jeremia
Date
1872-01-01
Page
Seite 547 (sequence 3)
Language
German
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Studien über die Septuaginta und Peschito zu Jerenüa. - 547 daneben bekannt gewesen und von ihm benutzt worden ift, laßt sich vermuthen, aber nicht beweisen; denn, was die Untersuchung, ob der Vertent der Peschito die LXX benützt hat oder nicht, bedeutend erschwert, ist der Umstand, daß wir Spuren der Umarbeitung der fertigen Uebersetzuug nach den LXX mit Gewißheit Nachweisen können. Natürlichwurde in einenl solchen Falle durch Einschiebsel das Ursprüngliche bebeuteitb geändert. Beispielsweise fuhren, wir Jer. 14, 4 an. NM בעבור האדמה wofür die LXX : xai 1a t'oya rr!g yrfi iuhncv, weil sie an עבור הארץ dachten, übersetzt die Peschito durch: מטל עבריה דארעא לא הוא מטרא. Sie hat also בעבור doppelt übersetzt, einmal in der Bedeutung ״weil" durch מטל, und wiederum einmal bui'd) עבריה - m %׳« der LXX, während für החה die Uebersetzung ausfiel. Hier ist offenbar eine thucmberung vor sich gegangen, wobei das unächte Gut das ächte verdrängte. Diese Gewißheit, daß die Peschito nachträglich künstlieh in Einklang mit beit LXX gesetzt wurde, macht uns überall da argivöhuisch, wo wir eiiter Nebereiitstünmuitg zwischen beiden Versionen begegnen. Hingegen ist die Uebereiustiminung der Pesch, mit Jonathan, wo sie sich zeigt, um so beachtenswerther, als wir es zuversichtlich wissen können, daß kein späterer syrischer Christ sich die Mühe nahm, die Peschito nach dem Targum zu ändern. Da nun aber auch der Verteilt der Peschito unmöglich unser Targum benützt haben kann, so scheint es, daß er in seiner Peschito die Auslegung fixirt hat, die in jüdischen Kreisen üblich war, und die auch dem Verfasser unsres Jonathait bekannt war. Auf die jüdische Confesfiou des Vertonten daraus zu schließen, dazu ist man wohl doch nicht ganzberechtigt. Zur Uebersicht wollen!vir das Verhältniß von Peschito zu den LXX und zu Jonathan durch drei Reihen veranschaulichen, deren erste die charakteristischen Stellen enthält, wo die Peschito eine Verwandtschaft ntit den LXX bekundet, deren z!veite die Stellen angiebt, wo sie mit Jonathan sich berührt, deren dritte endlich die bedeutendsten Punkte in sich faßt, worin die Peschito, meist zu ihrem Vorzüge', ihren eigenen Weg gehend, von den beiden genannten Versionen merklich sich unterscheidet. A. Uebereinstimmnug der Peschito mit den LXX. 35*

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