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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 12 · p. Seite 546

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 12
Article
Studien über die Septuaginta und Peschito zu Jeremia
Date
1872-01-01
Page
Seite 546 (sequence 2)
Language
German
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MC (Etuöini über die Septuaginta und Pcschito zu Jcremia. lange abzrluiüheu, bis man eitlen hebräischen Text sich construirt hat, der allen Jrrthüinern einer Version vollkommen entsprecheil soll. Dies ist oftmals anch unmöglich; denn, so wenig, wie wir alle Jdeenverbindungen errathen können, welche im Gehirne eines Anderen au eine bestimmte Idee sich knüpfen mögen; ebensowenig vermögen ivir, allen Verirrungen eines Verteilten auf die Spur zu kommen, welche ans einer von uns bereits entdeckteil hervorgegangell sein mögen, und, da die Version doch nicht Selbstzweck ist, sonderil nur das Mittel, das Verständnis; des Textes uns zu erleichtern, so wäre ein solches Mühen für die Exegese völlig fruchtlos. Ein leichterer Jrrlhnm: Cap. 47, V. 2; הגה מים עלים מצפון übersetzt die Pesch, durch: הא מיחא אנא עלימא מן גרביא. Für עלים oder עלם scheint sie עלם oder עלמים gelesen zu haben, wonach sie dann מים iu מכיא geändert haben mag. lieber die falsche Vocalisirnng des מלא Jer. Cap. 12, V. 6 und die irrthümliche Auffassung von תמר Jer. Cap. 46, V. 18 wurde bereits gesprochen. In neuester Zeit wirrde oftmals der Wunsch ausgesprochen, man möge fortfahren, die Peschito zu deir übrigen Büchern in derselbeil Weise zu behandeln, wie Perles iu seinen Meleiemala Peschitoniana dieselbe für den Pentateuch bearbeitet hat. Dies ist aber nicht gut möglich; beim der sichere Prüfstein, der bei einer Version angewandt!werben muß, um den jüdischen Standpunkt des Vertonten zu erproben, ist der größere oder geringere Grad seiner Abhängigkeit von der jüdischen Traditioil, insbesondere von der halachischen. Diesen hat Perles!uit vielen! Erfolge an die pentateuchische Peschito angelegt. Die prophetischen Schriften aber bieten viel zu wenig Anknüpfungspunkte für die Halacha, als daß der Verteilt voll seinem jüdischen Standpunkte aus in die Noth Wendigkeit versetzt worden wäre, vom einfachen Wortsinil zu Gunsten einer Ueberliesernug abgehen zu uuissen. Daß der Verteilt der Peschito meist selbstständig in der Uebersetzung seines hebräischen Textes vvrgegangen ist, geht deutlich aus seinem Werke hervor. Daß ihm die Uebersetzung der LXX

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