Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Studien über die Septuaginta und Peschito zu Jeremia
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 505 (sequence 9)
- Language
- German
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Studien über die Septuaginta und Peschito zu Ieremia. SOS nun so die Eine Stelle angegeben, welche scheinbar für die egyptische Heimath des Vertenten spricht, so führen ivir jetzt die Beweise fürs Gegentheil auf: Cap. 46, V. 25 Utas, heißt es: הנני פוקר אל אמן־ן מגא, wofür die LXX geben: r/w 7׳01־ *Ai.ii.uov, rov vlov a v r 5 ף. Sie lasen dentnach für בנה — מגא, oder , was noch wahrscheinlicher ist, sie lasen einfach für 6 — מנה — ׳מגאt «vrqg; d. h. ״ihren Sohn," wenn es auf אמץ bezogen wurde. Sie wurden vielleicht zu einer solchen Auffassung durch die בת מצרים des vorhergegangenen Verses verführt. Offenbar hatte dieser Vertent keine Ahtlung davon, daß נא ein Ortsname sei. Ebenso wenig Ahnung vorn Richtigen zeigt der Vertent von Nahunr, tvenn er התיטבי מגא אמץ u. s. w. fNahum 3, 8j übersetzt: *) /ieotSa *Afxf.1 cor. Fürst int Lexikon Art- נא irrt, wenn er nreint, die LXX hätten hier an ein gleichklingendes egyptisches Wort gedacht, das dieselbe Bedeutung habe, wie das hebräische הבל. Vielmehr ist es ganz klar, daß der Vertent, der die ganze Stelle mißverstanden, für מנה — מגא las, und dies ist seine ״!dovc.״ Rur der Uebersetzer von Ezechiel faßt das itn 30. Cap. mehrmals vorkommende נא stets als Stadtnamen auf und übersetzt es meist durch Aiognoltc, ein Mal durch MSficpog. Abgesehen von diesem, wie wir glauben, überzeugenden Beweise für die Unkenntniß cgyptischer Beziehungen seitens des Uebersetzers von Ieremia, spricht gegen feine egyptische Heimath seine bereits angedeutete ״Syromanie." Bei der Peschito und dem Targitm ist dies erklärlich, weil sie im Umgänge einer ähnlichen Sprache sich bedienten; bei einem egyptischen Inden, der im Umgänge griechisch sprach, ntüßte es Wunder nehmen, wenir ihm das Chaldäische näher läge, als das Hebräische. Cap. 4, V. 23 übersetzen sie: בי א ו י ל עמי איתי לא ירעו durch: 06 tjyov/isroc 70? Xaov fujr ifie ovx ■fjchicrav. Spohn ') Woran der Uebersetzer, als er für התיטבי ir0if.1a.aca setzte, gedacht haben mag, ist mir ein Räthsel °, vielleicht an die syrische Wurzel טיב in ihrer ausgeprägten Bedeutung?