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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 11 · p. Seite 490

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 11
Article
Die Doxologien in den Psalmen
Date
1872-01-01
Page
Seite 490 (sequence 10)
Language
German
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4S0 Die Doxologien in den Psalmen. הוא אומר? ברוך ה׳ א׳ י' מן העולם ועד העולם כרוך גואל ישראל והן עודן אחריו ברוך שם כבוד מלכותו לעולם ועד וחזן הכנסת אומר תקעי הנהנים בני אהרון) תקעו. וכן בכל ברבה וברכה). Zum Schluß heißt es: לא היו נוהגין כן אלא בשערי מורה ובהר הבית. Außerhalb des Tempels aber (בגיבולין) fiel die Gemeinde nur mit A m e n ein (das. in der Mitte): ובהוהמה הוא אומר מי שענה את אברהם ונוי ברוך גואל ישראל והן עונין אחריו אמן. . . אבל במקדש אינו כן לפי שאין אומרים אמן במקדש. Entschieden ist die Ordnung und Formulirung der Eulogien für solche Bittgänge während des Tempelbestandes oder in seinem Umkreise entstanden. Daher ist die Sieben za hl derselben erklärlich. Sie steht nämlich mit den von den Ahroniden dabei ausgeführten Posaunenschällen in Verbindung. Abwechselnd wurde nämlich drei mal je ein langgezogener und ein gebrochener Ton (תקיעה תרועה) und zum Schluffe noch ein gedehnter Ton (תקיעה) ausgestoßen, wobei die Posaune vorherrschte und das Horn nur zur Begleitung diente.') Da im täglichen Tempelgebet-Ritual nur sechs Eulogien üblich waren, (s. o. S. 488), so wurden an den Festtagen bei Regenmal zwischen diese noch sieben eingeschaltet, entsprechend den 7 Tönen der Posaunen, also im Ganzen d r e i z e h n. Dabei war die Eulogie um Erlösung die vierte; sie schloß sich den drei Erstern (שלש ראשונות) an. Als dann später unter Gamaliel II. zu den sechs täglichen Gebeten noch zwölf hinzukameu, also im Ganzen achtzehn, von denen die sechste die Erlösung zum Inhalte hat, so hätte bei Bittgängen, wenn die aus der Tempelzeit überkommene Siebenzahl beibehalten werden sollte, diese Eulogie um Erlösung (גאולה) wiederholt werden müssen, was als unangemessen erschien. Daher wurden in der Nachtempelzeit nur sechs außergewöhnliche Gebete hinzugefügt, also im Ganzen 24. In der talmndischen Zeit war die Genesis der Siebenzahl nicht mehr bekannt, darum wurden im Lehrhause bei dem Satze, ') Vgl. Mischnah Rosch ha-schanah III, 3.

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