Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Studien über die Septuaginta und Peschito zu Jeremia
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 448 (sequence 5)
- Language
- German
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448 Studien über die Septuaginta und Peschito zu Jeremia. 24 bis zu Ende des 23. Cap. herrscht eine derartige Verwirrung im Texte der LXX, daß in dem, was vorliegt, absolut kein Sinn zu finden ist. Aus der Einen wohlgefügten Weissagung an Samajahu in unsrem Texte werden dort drei geschlagen. Die erste an Samajahu [ßafxaCac] lautet: Ovx an&axuXa as T(j> övofiari fxoi׳, was sich wohl decken soll mit יען אשר ארחה שלחרח בשמף u. s. w. V. 2ö mas. . Die zweite an SotpovCag lautet gleich dem Inhalt des Briefes V. 26 und 27 mit der charakteristischen Aenderung, daß bei den LXX לא V. 27 aus gefallen ist. V. 28 lautet bei ihnen: ob 6m rovio anäarsiXev; ort 6iä rov fit/vos iovtov anedcetXs nqbg iifiixg slg BaßvXwva Xtymv Maxoüv itrnv xi'X, V. 29 : xiü aveyvcn 20<poviag r,0 ßißXtov slg rä wza "Ieqspiiov. Ohne erst alle Sinnlosigkeiten dieses Textes zu rügen, was für ein Brief war das, der (V. 29) von 20<povCag vorgelesen wird? Die ספרים V. 25. mas. kamen ja bei den LXX gar nicht vor. Hier hat uns der Zufall eine Charakteristik beider Recensionen in die Hände gespielt dadurch, daß wir in unmittelbarster Nähe den sogenannten Fehler der Weitschweifigkeit unseres Textes neben der vielgerühmten Brachylogie des LXX-Textes beobachten konnten. Eigentlich ist es nicht so sehr die Qualität der Aenderungen bei den LXX zu Jeremia, die den Forscher stutzig macht, — für jede einzelne lassen sich Analoga aus der llebersetzung anderer Bücher Nachweisen, — sondern die Quantität derselben und das Zusammentreffen verschiedener Arten, denen jede einen anderen Ecklärnngsgrund erheischt. Da also nicht die Beschaffenheit der Abweichungen von unsrem Texte es ist, die beim Studium der LXX zu Jerem. uns befremdet, so ist es wohl gestattet, daß wir in dieser Abhandlung die Vertenten des Jerem. als Repräsentanten der hellenistischen Uebersetzer airseheu, die sicherlich nicht völlig aus ihrer Art schlugen, die wohl in etwas, nicht aber wesentlich von den klebrigen sich unterschieden. Wir sprechen von den Vertenten Jeremia's, weil wir die Annahme Mehrerer nicht allein für nicht unmöglich, sondern für höchst wahrscheinlich halten. Diese Annahme stützt sich nicht nur auf Beweise geringeren Gewichtes, wie etwa den, daß bloß Cap.