Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 9
- Article
- Bibliographische Materialien
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 425 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2829132-2829416-2829426-2866753--14335-2866807- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Bibliographische Materialien. 425 ort gewesen zu sein scheint, von Andern ss. N. Sal. Loria Nesponsen No. 29) ״aus Worms," woselbst er gewirkt hatte. Beispiele dieser Art sind durchaus nicht selten : so wird R. Serachja Halevi, Vers, des Maor, bald ״aus Gerundi," bald ״aus Luuel;" R. Ascher ben Jechiel bald ״aus Toledo," bald ״Aschkenasi" genannt. In Betreff des R. Isaak beit Jehuda Halevi sei hier noch bemerkt, daß Mainz sein Wohnsitz war, indessen scheint (siehe Hagahot Mainron. zu Hilch. Tefilla XIII) späterhin auch Worms fein Wirkungskreis gewesen zu sein. Es wäre ein arger Anachronismus, wollte man sich durch den Gleichklang der Namen verleiten lassen, den N. Dossa, Sohn des Gaon R. Saadia Alfiumi (s. Asulai 8. v. הר״יף) mit dem in R. Bezalel Aschkenasi's Schitta zu B. Kama I citivten R. Dossa Gaon ben Gaon, zu verwechseln. Zur Zeit des Letzteren war, das Gaonat schon längst erloschen; daher es auch nicht befrenlden kann, daß jenes Citat die Aufrechthaltung einer halachischen Meinung R. Hai Gaon's gegenüber der solche bekämpfenden Ansicht des R. Samuel Hanagid zum Gegenstände hat. Die Bezeichnung Gaon für den letztgenannten R. Dossa und dessen Vater gehört unstreitig einer viel späteren Zeit an, wo mau dieses Prädikat jeder Autorität auf halachischem Gebiete freigebig beizulegen pflegte. _ In dem gegen. Ende des Werkes רא׳יבן befindlichen, von R. Sanmel ben Meir aus Ramerü au R. Elieser ben Nathan in Mainz gerichteten Nespousnm, wird Letzterer als der Eidaiu des hochgefeierteu N. Leoutin begrüßt. Der französische Vulgärname Leontin — Leon entspricht bekanntlich dem hebräischen Eigennamen יהודה, mährend der Schwiegervater des N. Elieser, N. Eljakim ben Joseph war. Die Frage nun, wie diese Namen wohl zu vereinbaren seien? ist für mich noch eine offene, und würde deren freundliche Beantwortung mich zu Dank verpflichten. Schließlich sei hier noch bemerkt, daß in der Jesnitzer Folioausgäbe des Schaare Dura 32 a sich der auf N. Jehuda ben Meir Hacohen מ״ה bezügliche Passus Lehrer des R. Gerschom שהיה מכונה שי״ר ליאו״ן als falsch kennzeichnet, indem meines Wissens R. Jehuda ben Jsaac ans Paris ausschließlich ״Sir Leon" genannt