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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 8 · p. Seite 382

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 8
Article
[Rezension] / Zuckermann
Date
1872-01-01
Page
Seite 382 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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382 Recensionen. im Stande, die Dauer der Monate zu bestimmen. Obschon die auf diese Weise gefundene Monatsdauer von der eigentlich mittleren Länge des synodischen Monats verschieden ist, da jene nicht die Conjnnction, sondern das Sichtbarwerden der ersten Blondstreifen zur Grenze hat, fo bedurfte es doch nur gewisser Rechnungen, um die mittlere Länge des synodischen Monats zu finden, und es ist nicht überraschend, wenn N. Gamliel I. diese Länge als ein feststehendes Resultat trabirat zu können glaubte. Es wird weiter nachgewiesen (S. 17), daß man in der später! t Zeit ״durch die in Folge der Beobachtung gewonnenen Resultate belehrt, der Beobachtung selbst theils Vorgriff, ja theils sie ganz umging." Als wichtiges Resultat dieser Epoche ist hervorzuhebeit der Nachweis der continuirlichen allmäligen Entwickelung des Kalenders und des von Stufe zu Stufe stattftndenden Fortschrittes bis zur endlichen Eruirnng der Länge des synodischen Monats. (S. 18—19). Hier werden auch alle Meinungen über die beiden Werke, über die Boraitha des Sautuel und Pirke des R. Elieser zusammengestellt und das Nöthigste aus dem Inhalte derselben, soweit es der hier zu behandelnde Gegenstand erheischt, mitgetheilt. Es wird ferner nachgewiesen, daß man in dieser Epoche noch keinen nach Principien geregelten Schulcyklus gekannt, sondern sowohl das agrarische Moment, den Staitd der Gerste und Baumfrnchte, als auch beit Lauf der Sonne mit in Betracht zog. Diese beidetr Gesichtspunkte waren maßgebend, und nach ihnen wurde vom Synhedrin die Jntercalation als ein gerichtlicher Akt in einer festgesetzten Form bestimmt und den Gemeindeit durch ein Synhedrialschreiben mit Angabe der Gründe mitgetheilt. Auch die Einsetzung des Neumondtages lag dem Patriarchen ob und wurde diese der Gola durch Feuersignale angezeigt. Erst mit dem Aufhören der Feuersignale fand die Feier eines doppelten Festtages Eingang. In der dritten Epoche (S. 28—46) beginnt die astronomische Berechnung vor der Beobachtung zu prävaliren, wofür überzeugende Beweise beigebracht werden. Selbst das Verhör der Zeugen, die den Mond gesehen, wird nicht mehr so streng als früher genommen. Es wird viel Gewicht auf die Kenntniß der Astronomie gelegt, ein Umstand, der die hohe Bedeutung, welche die Berechnung als Faktor der Zeitbestimmung gewonnen, darthut. Der Verfasser sagt (S. 29): ״Die Nothwendigkeit der astronomischen

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