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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 8 · p. Seite 383

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 8
Article
[Rezension] / Zuckermann
Date
1872-01-01
Page
Seite 383 (sequence 6)
Language
German
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Recensionen. 383 Berechnung trat nach dem Tode des Patriarchen an die Männer des Kalenderrathes nm so näher heran, als das Bedürfniß eines geregelten Kalenders sich mehr itnb mehr heraus stellte und in Babylonien die Forderung einer sta bileu Festordnung immer dringender wurde." Es werderr nun die verschiedenen Meinungen über die Zeit der Feststellung unseres constanten Kalenders mitgetheilt, kritisch beleuchtet und besonders die Hypothesen Slonimski's und Pineles', die ihren Berechnungen das tropische Sonnenjahr in seiner jetzigen Lange als constante Größe zu Grunde legen, durch die Bemerkung des Verfassers, daß das tropische Jahr zur Zeit Hillels II. (339 v. Chr.) größer als zu Anfang unseres Jahrhunderts war, gründlich widerlegt. Mit triftigen Gründen wird nachgewiesen, daß Hillel der II. um 359 v. Chr. unfern constanten Kalender eingeführt hat. Der zweite Haupttheil enthält daZ System des jüdischen Kalenders. Die systematische Darstellung desselben in 3 Theile. I. der synodische Monat. II. das tropische Jahr und III. der Schaltcyklus. In dein ersten Theile wird eine Fornrel nebst einer Tabelle für die Moladberechnung aufgestellt (S. 48—52), dann werden die Vertagungsfälle (Dechijoth) ausführlich besprochen. Die letztere Partie in unserem Kalender ist bisher trotz mehrfacher Anstrengungen noch nicht genügend erklärt worden. Um so mehr ist hervorzuheben, daß es unserem Verfasser gelungen ist, eine treffliche Erklärung der Dechijoth zu geben. Nachdem er alle bisher gemachten Versuche zur Erläuterung der Dechijoth besprochen und das Mangelhafte desselben hervorgehoben, beweist er, ״daß die Dechijoth nur aus dem Grunde eingeführt wurden, um die Kalenderrechnung dem durch Jahrhunderte geheiligten Brauche, die Neumonde am Tage des Sichtbarwerdens der Mondsichel zu feiern, aufs engste anzupassen." Wir können hier nicht ans das Nähere eingehen, und verweisen auf das Werk selbst (S. 52—61). Es werden daun noch die verschiedenen Jahresläugen besprochen, die Methode ihrer Bestimmung angegeben und die nöthigen Tabellen beigefngt (S. 61—64). In dem zweiten Theile über das tropische Sonnenjahr werden die unter dem Namen Tekuphoth Samuel und R. Adda bekannten Quatember besprochen, ihre Berechnung klar angegeben und

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