Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Miscellen zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 373 (sequence 16)
- Language
- German
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Miscellen zur rabbimschen Sprach- und Alterthumskunde. 373 (Jur Talmud Sabb. 50 d werden יסמין und סיגלי neben einander genannt und Letzteres ist nach Raschi עשב שקורין ו י ״ א ר ל, also Viola, Veilchen, nach Nachmanides zu Gen. 30, 14 בנפסנא pers.: hanafsah, Veilchen). In Bereschith Nabba c. 72 werden ebenfalls verschiedene Erklärungen für דודאים angeführt; דודאים ר׳ חייא בר אבא אמר יברוחין ר׳ יצחק אטד שעורין ר׳ יהודה בר סימון אמר מיישין, Mandragora, Gerste und מיישין, was ar. מאש Mandelbauin oder מיש Zizyphus, wenn nicht מי י וי ן zu lesen — ar.:מוז, Musa, Pisang, wofür in der That einige neuere Gelehrte דודאים halten (s. Wiener bibl. Nealwörterbuch Alraun). Daß die Mandragora menschenähnlich gebildet ist, avl)Qwn61J10Q<f0i semihomo wie sie schon von den alten Botanikern (vgl. zu Dioseor. 658 und Columella 10, 19) genannt wird, erwähnt auch Jbn-Esra zu Gen. .יברוחין ... והם על צורח בן ארם כי יש להם דמות דאש וידים :30,14 Vgl. auch den Commentar des R. Jacob b. Ascher zu Gen. a. a. O. Von dem Hunde, der bei der Ausgrabung der Alraunwurzel verwandt wird und seinen Tod findet, spricht schon Josephus bell. jud. VII, 6, 3. I. Grimm deutsche Mythologie 1154 schreibt: ״Wenn ein Erbdieb, der noch reiner Jüngling ist, erhängt wird und das Wasser oder den S a m e n faßen läßt, wächst unter dem Galgen die breitblättnge, gelbblumige Alraun." Nach Josephus a. a. O. wiederstrebt die Raute und läßt sich nur dairn ausgraben, wenn zuvor U r i n oder M e n st r u a I b l u t eines Weibes auf sie gegossen wird. — Der jerusalemische Talmud kennt gleichfalls die Gefährlichkeit der Ausgrabung der Alraun- Wurzel und verbietet, Bibelverse unter Anrufung des Gottesnameus zur Bannuug der Gefahr zu sprechen; jer. Sabb. VI: אין קוריו פסוק על גבי מכה בשבת והדין דקרי על יברוחה אסור, dagegen jer. Erubin X : אין קורי! פסוק על גבי מכה בשם וההן רקד׳ על וברוחה אסיר. Die letztere Leseart ist vvrzuziehen, da ja am Sabbat auch ohne Necitirung eines Bibelverses Pflanzen nicht gepflückt werden dürfen. Der Marginalcommentar zur letzt genannten Stelle glossirt richtig: יברוחין ולפי שיש סכנה למי שעוקדן ולבן אמוד שאסור לקרות פסוקים עליו כרי לעוקרן. XV. Federn, Purpurdinte. In unseren Ausgaben des Bereschith Rabba c. 1 lesen wir: ,פעם אחת נמצא המלך עובר בשוק אמר טלו מ יל גי ן וקלמין לבגי einst ging der König über den Markt und sprach: bringet meinem