Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Miscellen zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 365 (sequence 8)
- Language
- German
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Miscellen zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde. 365 ist Beispielsweise פרגול (Kelim 29, 5), der Zirkel im Persischen par g d r oder p a r g ä 1, im arabischen f a r g ä r, (worauf schon Hai gaoit in: Commentar zur angef. Mischua hinweist) und im griech. neoly qu wiederzitftndeil: כ ר ו ו א , .ein Gefäß, Eimer — xpwo־tmg und pers. ar.: kuräz oder guräz in derselben Bedeutung. — .... ראה אותה אצל הנחתום מילא חיקה קלוסקאוח אצל החנוני והשקה אותה קונדיקון אצל הפטם ומילא חיקה פטומות אצל פרהדוס ומילא חיקה פרקדיסין (Pesikta 6l1. Buber 104b) Jalkut יתרו Z 273 liest פ ר קר ו ס — פרקריסין (der Marginalcomment, erklärt das Wort durch מופר מנרים) und Aruch schwankt zwischen ^פקרום — פקרים׳ (siehe Aruch פקרם) und פ ר ק ד ו ס. Aruch erklärt das Wort nicht, aitch Buxt. פרקר giebt keine Etymologie. Was Buber zur Erklärung beibringt, ist nicht stichhaltig: inan soll קרפימק xagnög lesen! Die Uebersetzung מוכר מנרים ist durch die Zusammenstellung mit חנוני ,נחתום und פטם nahegelegt. Die Etymologie bestätigt diese Erklärung. Im Spätlateinischen bedeutet s p e c i e s Gewürze, s p e c i a 1־ i a Gewürzkrämerei, speciarius, speciator, specialis Gewürzhändler, davon franz.: epicier Gewürzkrämer, äpico Gewürz; ital. spezie, speciale Apotheker, unser Spezerei- Waarenhändler (siehe Duc. gl. med. lat. species und Diez etym. WB. der roman. Sprache l, spezie). בשמים ו ו נ י ם מרק הים (II. Chron. 16, 14) Gewürze und Specereien, eigentlich gewürzte Gattungen von ק wie Spezereien von species. Die richtige Leseart ist also פהרס — speciarius. Das aulautende ם ist wie in ^קרט — axtqmoy abgeschleift. In פרקרם ist das aram. ר eiugeschobeu. ״Er sah sie beiur Spezereiwaareuhändler, speciarias und füllte ihren Schoß mit allerlei Spezereien, speciaria. Gittin 50 b: יומא קמא אשקיוה מיא ד פ א ר י למחר מיא ר ם י פ ק א למחר מיא ר ק מ ח א. Nach Raschi ist מיא רפאר׳ Wasser mit Kleie, מיא רטיפקא W asser mit grober Kleie und Mehl gemengt. Aruch liest מיא ר ם י פ ו ם ק א und erklärt es פמולת הטלת והוא פח קיבר und verzeichnet noch בריש גמרא רפי ואלו עוברין בפסח פח קיבר רפחא ס י פ ו ם ק א. In unseren Editionen Pesachim 42 a steht bloß פת קיבר, dagegen im Commentar des R. Chananel zu Pesach. (p. 72 a): ריפתא ס פ מק א פסולת הסלת פת קיבר. Die richtige Leseart ist מפוטקא — pers.: s a p ü s, sabus, sabüsah