Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Miscellen zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 364 (sequence 7)
- Language
- German
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364 Miscellcn zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde. spätere rabbinische Schulsprache als קלימא und אקלים gedrungen. Succa 13a: בהעי לא מסככינן מאי טעטא כיוון דנתרי ט ר פ י י ה ו שביק לה ונפיק. Nascht: weil die Blätter abfallen. Aruch s. v. שווה verzeichnet die Stelle in spätern Ausgaben ganz gleichlautend mit unserem Talmudtexteכיוון ד נ ח ר ן ט ר פ י י ה ו שביק ליה ונפיק ס׳יא עליהו. Dazu bemerkt Musasia: נראה שניבטה בעל הערוך היא כיוון דשווכי טרפייהו, aber in Aruch sä. Pesaro liest mau richtig: כיון רנתרן שווכייהו und ebenso bei Alfasi, Ilm Giath und A!tdere:t (s. Dikduke Soferim zu Succa). Zu übersetzen ist: weil die Zweige abfallen von pers.: s cliäch, Zweig. Andere lesen statt עליה : שווכייהו oder טרפיהו , weil die Blätter abfallen. Jerusch. Taan. IV hal 2: Nabbi trug den Vers in Jecheskel 7, 16 : ופלטו פליטיהם אוהי כולם ה ו מי ו ה-vor. N. Chama b. Chanina verbesserte ihn, die richtige Leseart sei ה 1 מ ו ה- Darob ungehalten, ordinirte Rabbi (R. Jehuda hanasi) den N. Chama b. Chanina nicht bei seinenr Leben. In den Gesammteditionen des Jemschalmi und i>n Jefe Mareh wird וזה תו פליטיהם citirt, während bei uns ופלטו פליטיהם zu lesen ist, offenbar ein Citat aus dem Gedächtuiß und eine Verwechselung mit Jecheskel 6, 9: -וזכרו פליטיכם אוהו. Dagegen sind die Uebersetzer über המיוה nicht einig. LXX cmoxrevm — אמית, Pesch.: ימותו — כלהון נמוחון und Lei uns findet sich grade die von Rabbi verworfene Schreibung ה מ ו ה. Siehe die Masora z. St. מהתא רהלמיווהא das nur zweimal im Talmud Berach. 63 8 und in der Parallelstelle Kidd. 82 b vorkommt, nach Raschi und Aruch eine Sticknadel (von הלם Furchen ziehen) will Löw Beiträge zur jüdischen 1, 64 zu einer Graviernadel machen. Nun wird im Talnrud die Thütigkeit mit der מהתא רהלמיוהא als Beispiel einer reinlichen und leichten Arbeit (אומנוה נקיה וקלה) angeführt, was auf die Stickerei, aber durchaus nicht auf das Graviren paßt. הלמיוהא ist verschrieben aus פלמיוחא dem spätgriech. 71A0v!11-U0v, Opus .plumarium Stickerei; nXovfü'Quv sticken; nlovfuarrjg acupictor plumarius; plumatum opus; plumeum opus, siehe Ducange gloss. med• graec. 1183 und gl. med. lat. unter den betreffenden Schlagw. Namen von Geräthschaften wandern häufig von Volk zu Volk. So