Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Miscellen zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 366 (sequence 9)
- Language
- German
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366 Miscellen zur rabbmischen Sprach- und Alterthumskunde. Kleie, ar.! טפטף Mehl sieben, safsäf Staubmehl. Pesach. 42 a ist ferner zu lesen: כוחה הבבלי — מכחיש אח הגוף משום קומניחא ראוטא, also auch bei Aruch 2 בפת und קומניחא, in הלכות פסחים לרי״אג p. 3b: קומניתא ראו מג א, was Zomber in אומא emendirt. Nach R. Scherira Gaon (das.) istאומאeine nachdem Kneten an heißer Asche getrocknete Masse aus Gerstenmehl ווימא (צ״ל ואומא) קמח שעורים מגבלין אוחו ומיבשין אותו ברמץ עד שמתעפש ועושין ממנו כותח] — pers.: אומאג, umäg, puls farinaria quae e massa ferraentata cum farina triticea paratur (Viril.). Raschi dagegen glossirt: קומניתא דאוטא עיפושא פ ת שמתעפש לאחר זמן בתוך הכותח, es scheint ihm daher für קומניחא ראומא die in den Rechtsgutachten des R. Simon b. Zemach Duran (שרית רשב״ץ) I, 88 verzeichuete Leseart קומניתא רגהמא Vorgelegen zu haben. XIII סנדק .רהיט. Eine Gattung der synagogalen Gesänge, Piutini, führt den Rainen רהיט. Die Zusammenstellung dieses Namens mit ררמוש ÖQOfiog (Zunz Literatirrgesch. der synagogalen Poesie 24) ist allerdings bestechend, trifft aber dennoch nicht vollkommen zu; denn d׳Q 6(.10g, cursus ist im christlichen Rituale nicht Name einer bestimmten Hymnengatiung, sondern allgemeine Bezeichnung für den ganzen Complex der täglicher Gebete, Gesänge, Litaneien u. s. w., entsprechend unserem מחוור. Aqofxog, cursus ecclesiasticus, officium ecclesiasticum. — Cursus, officium ecclesiasticum, seu series orationum, psalmorum, hymnorum et cete — rarum precationum quae quolidie in ecclesia decantanlur (Duc.). Ich halte ר ה י ט—Stange, Balken für die wörtliche Uebersetzungvon xovraxi ov, syr. קוגרקא. Diesen Namen führten Stücke liturgischen Inhalts, die der Länge nach ohne Unterbrechung geschrieben waren, so genannt nach den an beiden Enden befestigten Stäbchen {xoyrog, scapus). ״Der Name bezeichnet später einfach kirchliche Hymnen, ohne Rücksicht auf die Form der Handschrift." (Wattenbach, das Schristwesen im Mittelalter 107). Nach Ducange glossar. med. grase. 706 bezeichnet es jedoch eine ganz bestimmte Art von Kirchengesängen, Responsorien. ״Goarus ad Euchologiam aliud esse ait apud Graecos avritjwvov, aliud ävnyayvrjv: ac Antiphonum dici sententiam vel modulum cuilibet Psalmo decantato adjunc-