Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 8 · p. Seite 363

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 8
Article
Miscellen zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
Date
1872-01-01
Page
Seite 363 (sequence 6)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2829132-2829416-2829425-2866686--14262-2866724
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Miscellen zur rabbimschen Sprach- und Mterthumskunde. 363 NLDÜN רלעם (Mischna Nedarim 6, 1) wird in der Gemara 51 a von Samuel durch קרי ק ך־ ק ו ך א י erklärt, nach Raschi, R. Nissim, und R. Ascher z. St. Kürbisse ans der Stadt קרקוו, die aber sonst nirgends inr Talmud erwähnt wird, nach Aruch s. v. קרקו: runde Kürbisse (קרקר — circ־). Ich lese קרבוואי. Samuel erklärt רלעת ה׳ durch das rabb. קרי und das gleichbedeutende pers. c 11 a r b u z, woraus auch unser K ü r b i ß hergeleitet ist. B. Kama 61: מקום שמי גשמים שוללין שם באגני דארעא מקרו die Orte, wohin das Regenwasser abläuft, heißen ״Becken der Erde" so nach der Leseart in unsern Editionen und der Erklärung Raschi's von אגן Becken. Aruch bringt das Wort zwar auch mit אגן in Verbindung, liest jedoch גג א נ י und erklärt מקום א ש ב ו ר ן, abschüssiger Ort (— ar.: masehbar, niedrig gelegener Ort zur Ansammlung des abfließenden Wassers). — B. Bath. 103 a: נ ג א נ י דארעא , Vertiefungen im Boden, in denen sich das Wasser ansammelt — נקעים מלאים מים, nach R. Samuel b. Me'ir: ביקועי ר,קרקע, Spalten, Nisse, Vertiefungen im Boden. Auch Fleischer, der Levy's Erklärung durch QfjyF-M, Riß zurückweist, stellt das Wort mit אגן zusammen (Nachtr. zu chald. Lex. II, 577). Es ist ganz genau pazend: nagä, huzv.: ניחאן, pers.: nihän, ein ausgehöhlter, unterirdischer, geheimer, tiefgegrabener Ort, Graben, von der Wurzel kan, graben, wovon huzw.: כנרך Graben, Canal, pers.: kandan graben und der Vorsylbe ni iüehe tke dvok vk tke Asin^o-i-Warll L. W. West, Glossar p. 141 und Vullers, radioes V. V. kandan). — ג לים א, in der doppelten Bedeutung : Hügel und Thal, Abhang und Tiefe, von Buxt. etymologisch nicht erklärt, soll nach Levy aus dem Stamm גלל mit dem Bildungsbuchstaben מ entstanden sein. Das Syrische und Arabische keimt das Wort nicht. Es kommt bloß in den jerusalem. Targumim vor und ist int Onkelos und im Talmud nicht zu finden. Ich halte es für xli!! a, Abhang, Lehne eines Hügels oder Berges — x/Uzog Abhang — oliv« 8 Anhöhe, Hügel, die alle auf den Stamm xK «• zurückgehen (Curtius, Grundzüge der griech. Etymol. Nr. 60). Wechsel von G und K wie in גלוש — calvus, kahl (etymol. Studien 47; Graetz Schir-Haschirim 49—50). In der übertragenen Bedeutung, in der wir jetzt das Wort Klima gebrauchen, ist das Wort ins Syrische, Arabische und die

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.