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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 8 · p. Seite 340

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 8
Article
Die Palmenstadt Zoar und der Salzberg am todten Meere
Date
1872-01-01
Page
Seite 340 (sequence 4)
Language
German
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340 Die Palmenstadt Zoar und der Salzberg am tobten Meere. Wir haben dadurch zwei interessante Thatsachen für Zoar gewonnen, daß es früher von den Keniten bewohnt, dann von den Israeliten eingenommen war und ihnen von Eglon entrissen wurde. Es wird aber auch noch unter einem ähnlichen Namen nam- Haft gemacht. Ezechiel giebt zweimal mit denselben Worten die Südgrenze des heiligen Landes für die Zukunft an (47,10; 48, 28) .ופאת נגב תימנה מתמר ער מי מריבת (מריבוח) קדש נחלה על הים הגדול Offenbar soll damit eine Linie bezeichnet sein von Ost nach West; die Westgrenze ist verständlich: bis zum Flusse, d. h. bis zum Flusse Aegyptens (נחל מצרים), oder Rhinokorura, wie es von vielen Auslegern richtig genontmen wird. Aber der Ostpunkt ist unbestimmt gelassen: ״Von Thamar an?" Unmöglich kann unter Thamar Kurnub verstanden sein, mit dem es Robinson identificirt (lll, 179, 186). Abgesehen davon, daß weder Namensklang, noch Spuren von Palinenwuchs dafür sprechen — eine Localität mit Namen תמר muß vor Allem palmenreich sein — so spricht noch folgender Umstand dagegen. Ein Punkt, der sich weder durch eine hohe Gebirgslage, noch durch die Nähe eines auffallenden Wasserbeckens auszeichnet, Sann unmöglich als Ausgangspunkt für eine Grmzbezeichuung angegeben werden. Nun ist die Gegend von Kurnub durch nichts ausgezeichnet, liegt fast % Längengrad vom tobte« Meere entfernt, und Ezechiel sollte gerade diese nichtssagende Localität als Anfangspunkt für die Grenzbestimmung Palästina's im Südoften gewählt haben, während es näher lag, das Südende des tobten Meeres als solche anzugeben? In Numeri und Josua wird ebenso wie in Ezechiel der Fluß Aegyptens als Südwestgrenzpnnkt bestimmt, aber als Südostpunkt wird das tobte Meer bezeichnet, und Ezechiel sollte diese Grenze anderswohin placirt haben? Das ist ganz unglaublich. Man muß vielmehr annehmen, daß die von ihm bezeichnete und die im Pentateuch und Josua angegebene Grenzlinie zusrmmenfallsn, d. h. daß Thamar am Südende des tobten

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