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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 7 · p. Seite 310

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 7
Article
Die Zusätze in der LXX zu Hiob
Date
1872-01-01
Page
Seite 310 (sequence 5)
Language
German
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310 Die Zusätze in der LXX zu Hiob. und isagogischen Schriften. Es scheint, daß man nicht zu allen Zeiten stark genug gewesen ist, an der Freisinnigkeit dieses Satzes festzuhalten. Man versuchte, ihn umzudeuten.') Hai Gaon berichtet,2) in den ihm bekannten Talmud-Exemplaren finde sich die Leseart: אלא למשל, wonach das Ganze den Sinn hätte, Hiob wäre von Gott nur geschaffen worden, um ein Muster zn sein. Abgesehen davon, deß die Tendenz, in der man die ältere Leseart verbesserte, oder richtiger, verschlimmerte, auf der Hand liegt, zeigt ja die Debatte, welche im Talmud 2) sich daran knüpft, und die Berufung auf die Parabel Nathan's sSamuel II, 12, V. 1 bis 7] ganz deutlich, daß, wer den Ansspruch that: איוב לא היה ולא נברא n. s. w.; sei es ריש לקיש nach der Leseart des Bereschith-Rabba, sei es der Unbekannte ההוא מרבק des babyl. Talmuds, darunter nichts Anderes meinte, als: das Buch Hiob ist eine Dichtung. Unter den iibrigen Ansichten, deren der Talmud und die Midraschim Erwähnung thun, die sich nicht so weit vorwärts wagen, das Buch Hiob für eine Fiktion zu halten, verdiente nur noch die eine gewisse Berücksichtigung, welche ריש לקיש im •Jknteu בר קפרא’§ mittheilt. Indem עוץ, die Stadt Hiob's, mit עוץ dem Sohne Nachor's in Verbindung gebracht wird, läßt er Hiob einen Zeitgenossen Abrahams sein; eine Auffassung, welche Hieronymus, wie wir gesehen haben, zu seiner eigenen macht. Aber vor dieser Auffassung gebührt der in beu griechischeu Zusätzen vertretenen der Vorzug, wie denn auch die meisten Ausleger des Buches Hiob den fingirten Schauplatz der Dichtung nicht nach Hauran, sondern nach Edom verlegen. Sollte es nun nicht im hoher! Grade auffallen, rvarunr von so vielen Tanaim und Amoräern, welche oftrnals voir den unbedeutendsten Momenten sich bewegen ließen, Hiob in das eine ') Bereich. Rabba a. a. O. wird der Widerspruch zwischen Resch-Lakisch eigener Ansicht, Hiob sei eine fingirte Person, und der non ihm im Namen Bar-Kafra's mitgetheilteu, Hiob sei Ahraham's Zeitgenoffe gewesen, urgirt und auf eine höchst gezwungene Weise gelöst. ף Nach Josua Jbn Schoeib's ירשוה! bei Ewald und Dukes Beiträge Band II, S. 165. Daraus spielt auch Aaron b. Elia an a. a. O.!ומצד ואו החלוקה מהם אמרו כי איוב לא נברא ולא נהיה אלא למשל ומהם מפרשים המאמר שר״ל לא נברא ולא נהיה אלא להיות למשל. *) a. a. O. kol. 15 a.

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