Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Die Zusätze in der LXX zu Hiob
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 308 (sequence 3)
- Language
- German
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Die Zusätze in der LXX zu Hioli. 808 noch niemals eine gründliche Besprechung erfahren haben, so ist die Frage nach ihrem Ursprung eigentlich noch niemals gestellt morden. Natürlich konnte man dann auch nicht ihren christlichen Ursprung erweisen. Doch merkt mau Bleek au, daß er den Zusätzen einen christlichen Ursprung vindiciren will. Wenn er sagt: ‘) die LXX aber haben am Ende des Buches Zusätze, die zwar alt, aber doch erst christlichen Ursprungs sind," s o meint er damit w o hl nicht allein einen Ursprung ans christlicher Zeit, sondern buchstäblich die Entstehung durch einen Christen. Darauf hin deutet der Schluß: ״Das ist aber offenbar eine ganz willkürliche Combination, wozu eine gewisse Aenhlichkeit der Namen אי1ב unb ייובב, besonders in den griechischen Formen 'Iwß, * *Iwßäß Veranlassung gegeben hat." Bleek scheint demnach deshalb einen christlichen Ursprung für die Zusätze angenommen zu haben, weil er die Jdentificirung *Iwß% mit *Iwßäß Seitens eines Christen für näherliegend hielt, als die 3’איוב mit יובב Seitens eines Juden. Der Schein spricht auch für eine solche Annahme. Gleichwohl aber glauben wir, eine solche zurückwcisen zu müssen. Aeußere Beweismittel werden wir kaum im Staude sein aufzubringen. Hieronymus, wenn er sagt: 2) Huz et Buz filii fuerunt Nachor etc. Non sicut q a i d a m falso suspicantur, de genere eum fuisse Esau’, hat wohl sicherlich unter den qm'dain unsere Zusätze im Auge; doch läßt aus seiner Polemik die Eonfession seines Gegners sich nicht errathen. Um so mehr sind wir da auf Argumente sachlicher Natur angewiesen. Es scheint, daß nicht allein der bloße Gleichklang von *laß und *Iwßäß oder איוב und מבב es war, der Jemand auf die Vermuthung gebracht haben mochte, Beide mit einander zu identisicireu, daß vielmehr auch die Möglichkeit, in Eliphaz, beut Freunde Hiob's, einen nahen Verwandten ju finden, wenn eben איוב und יובב identificirt wurden, das Ihrige dazu beigetragen haben mochte. Entscheidend ist nur! auch, daß in diesem Falle עוץ, der Wohnort Hiob's sich leicht auf עוץ, Gen. 36, 28 zurückführen ließ, da eine Stadt im idumäisch-arabischen Gebirge sehr leicht einem Häuptlinge שעיר’§ ihren Namen verdanken konnte?) h a. a. O. S. 648. *) Präfatio in Jobnm. *) Aaron b. Elia im v"N עץ ed. Delizsch p. 137 erwähnt die Difse-