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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 7 · p. Seite 302

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 7
Article
Über die Ursprünge des Philonischen Logos
Date
1872-01-01
Page
Seite 302 (sequence 14)
Language
German
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302 ttefceidie Ursprünge des Philonischen Logos. einzig Wes enheit zukömmt, Aber den platonischen Ideen hatte schon Aristoteles vorgehalten, daß ihnen keine xtv^aig, kein Princip der Bewegung inne wohnt; diesen Einwurf mußte ein Schüler Plato's, der zur Zeit der römischen Kaiser lebte, berücksichtigen, und hier bot die Stoa mit ihrer Lehre von der Weltvernunft, von dem Xoyog önsQfiavixdg, die Lehre von den vernünftigen Kräften, dis passendste Modifikation. Wenn Heinze die platonische xoivmvia der Dinge an der Ideenwelt gleichfalls so versteht, als wirkten die Ideen auf die Dinge, so schreibt er, wie uns dünkt, ihnen schon bei Plato einen Charakter bei, den sie erst bei Philo durch den Einfluß der Stoa gewonnen haben. Wären diese schon bei dem erster» ״lebendige Kräfte, wirkende Ursachen," so würde ja Aristoteles auch mit diesem,wichtigsten Einwand nur gegen sein Schattenbild der Ideen, aber nicht gegen die wirklicheu Ideen Platons kämpfen. So ist allerdings Plato dem Philon der Heiligste und Gegenstand seiner besonderen Verehrung, aber auch Zeno und Heraklit sind Schüler Moses, was bei diesem Theosophen so viel heißt als: sie haben Lehren ausgesprochen, welche m meinem System (und dies ist wiederum mit dem des Moses identisch) Platz stnden können. Diese Wahrheiten aber können sie dann nur dem Mose entliehen haben. Der Logos als >Ma Umv, als Ort der göttlichen Urbilder, ist platonisch, der Logos als Inbegriff der Kräfte, welche in der Welt walten, ist stoisch; endlich als Xoyds To/isvg als Zertheiler, als die scheidende Kraft, welcher den Urstoff immer wieder und wieder bei der Weltschöpsung zu dieser Mannigfaltigkeit der Tinge getrennt hat, zuerst das Leichte vom Schweren, sodann das Leichte in Luft und Feuer, das Schwere in Wasser und Erde, denn Alles sei zusammengesetzt und in jedem Dinge die Gegensätze verbunden, als Xoyog zofxevg ist er heraklitischen Ursprunges; Plato, Zeno, Heraklit sind so alle drei Schüler Moses, in denr sie alle drei zur Logoslehre gesteuert haben; nur ist Plato der Vater

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