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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 7 · p. Seite 298

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 7
Article
Über die Ursprünge des Philonischen Logos
Date
1872-01-01
Page
Seite 298 (sequence 10)
Language
German
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298 lieber die Ursprünge des Philonischen Logos. herbeiführeir sollen, die von Gott nicht unnüttelbar ausgehen." Da hätten mir zwar noch nicht den Logos, aber doch die Disposition dazu, denn wozu Mittelstufen auch für das Gute, wenn nicht, weil die Gottheit ans die Materie nicht wirken kann? Und am Wenigsten könnte uns dies Wunder nehinen bei einem Philosophen aus der peripatetischen Schule; denn das ist ja bekanntlich die Achillesferse des aristotelischen Systems, daß es zwar zuerst die Lehre vom außerweltlichen Gott klar ausgesprochen daß es aber nicht klar gemacht hat, wie dieses 7TQatrov mvovv bewegt, da es selbst unbeweglich ist. Da wird nun gesagt, die Materie bewege sich, weil sie nach Gott verlangt; Gott bewege wie die Geliebte; aber wenn dem so ist, so hätte dann die Materie eine Ursache der Bewegung in sich; oder es wird das Verhältniß Gottes zur Welt mit dem des Feldherrn gutu Heere verglichen; aber dieses Gleichniß tritt schon ganz ans dem aristotelischen Jdeenkreise heraus; denn der Feldherr ist nicht blos der erste Beweger des Heeres, sondern seine Gedanken sind fort itnb fort das geistige Substrat für Alles, was das Heer thut; das wäre also, wie Zeller bemerkt, schon dynamischer Pantheismus. Es wäre also schon zu verstehen, wie gerade ein Peripatetiker zum Logos gelangt oder wenigstens für All und Jedes, für das Gute wie das Böse, Mittelstufen aunimmt zwischen der Gottheit und der Welt. Aber sehen wir uns zuvörderst die Stelle, aus welcher Heinze seine Schlüsse zieht, etwas genauer an. Eusebius giebt ein Fragment aus einem sogenannten orphischen Liede, wie es Aristobul citirt. In den Grundziigen dasselbe Fragnient überliefert uns Justinus Martyr; jed och an einigen Stellen weicht der Text des Eusebius wesentlich von dem des Justin ab; man sieht offenbar, diese Stellen hat Aristobul zu seinen Zwecken umgearbeitet, und so gewinnen diese Varianten eine erhöhte Bedeutung als Zeugniß für die Meinungen Aristobuls. So heißt es denn u. A. in diesem orphischen Liede bei Justin:

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