Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 6 · p. Seite 283

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 6
Article
Die zweifache Aussprache des hebräischen Resch
Date
1872-01-01
Page
Seite 283 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
84% known words query
IRI
…/2829132-2829416-2829423-2866568--14175-2866619
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Dü zweifache Aussprache des hebräischen Resch. 283 wenn es nicht neben den acht Consonanten steht: וסימן ריש הרך במקרא אשר אינו נצב לשמונה אותיות ז׳ ר׳ ט' ם׳ צ׳ ח, נ׳ לי. Daraus folgt, wenn es neben diesen acht Consonanten steht, so wird er hart ausgesprochen, und als Beispiel ist angegeben מורק rc. Also in diesem Worte wird ר hart ausgesprochen. Dagegen heißt es iveiter: וכאשר יהיה אחר מן הששה אותיות סמוביס לריש וקודמים כאשר פרשנו ויהי נקודות בשוא יצא בלשון רך כמות מורק. Diese Stelle besagt also, wenn diese sechs Consonanten in Verbindung mit Resch und mit einem Schema vokalisirt sind, so ist das Resch weich, wie z. B. מורק. Also müßte in diesem Worte das ר weich ausgesprochen werden, was gegen die erste Regel verstößt. Das Folgende unterliegt denselben Widerspruche. Die nächste Regel bestimmt, daß dieselbe auch eintritt, wenn das ר niit einen! Schema versehen ist. וכן אם יהיה ריש הסמוך לשש אותית בשוא יצא בלשון רך. Die vorletzte Regel giebt den rungekehrten Fall an, wenn die sechs Consonanten oder das ר mit einen! Vokal versehen sind, dann ist das Resch hart: ואם אין שוא (תחת) ור״ט סצ״ח או תחת ר׳ יצא הריש רנש. Kurz das mittlere Stück in diesem Citat ist durchaus dunkel. So viel geht jedenfalls daraus hervor, daß selbst beim Contakt der sechs Consonanten mit Resch ein Unterschied gemacht wird, ob sie einen vollen Vocal oder Schema haben. — Aus einer Vergleichung mit einer Notiz bei S a a d i a über die zweifache Aussprache des Resch läßt sich die Dunkelheit aufhellen. Dieser giebt nämlich in seinem Commentar zu Sefer Jezira eine Erklärung zu der daselbst aufgestellten Eigenthümlichkeit von בג״רכפר״ת. Dieser Commentar, ursprünglich arabisch, ist anch ins Hebräische übersetzt. Jch^ verdanke es Herrn vr. Bloch in Posen, daß ich davon Einsicht nehnren konnte. Er hat die Uebersetzung aus dem Codex der Münchener Bibliothek Nr. 221 copirt. Hier lautet die Stelle folgendermaßen: אבל מסורת דטלנ״ח זסר״ש הריש והשין מופרדים בצר, נשארו השמונה מהם, ששה בהסמכם)לריש מלפנים ויהא הרישאו אחת מהששהl.) בהסכאם צ״ח) באמרך: I.) בשוא והיה הדיש בו תש, והם ר״ו ט״ם צייר דרכמונים,ברור, ובאטרך: ואורם בטורה, וכגון: צרופה אמרתך, וכגון למטר השמים, זבאמרך: שר האלף, ותחת הסרפד, וכנון תרומה, תרופה. ואם יהא בינותם מלך ה ריש רפה באמרך: ררך יום, מעט צרי,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.