Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Miscellen zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 268 (sequence 18)
- Language
- German
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268 Miscellen zur rabbinischen Sprach- und Mterthumskunde. IX Crösus in Talmud und Midrasch. Eleasar b. OIV-IN. Der Talmud gedenkt an einigen Stellen Tosefta Jvma I, Joma 9 a und 35 b/ jerusch. Joma III des hohen Priesters Eleasar (oder Elieser) ben ח ר ס ו ם (oder ח ר ס ו ם , siehe Rabbinoivicz דקדוקי סופרים zu Joma a. a. O.) und hebt neben der Frömmigkeit den großen Neichthum desselben hervor. Sein Vater וזדסוס soll ihm tausend Städte und tausend Schiffe als Erbschaft hinterlassen haben, seine Mutter ließ ihm für den Dienst im Tempel einen Leibrock im Werthe von 20,000 Minen aus so kostbarem und durchsichtigeur Stoffe anfertigen, daß die Priester das Tragen desselben aus Anstandsgründen unzulässig erachteten. Reichen Leuten, die ihre mangelhafte Beobachtung der religiösen Vorschriften mit der Sorge um die Bewahrung ihrer Reichthümer entschuldigen wolle», wird die Frage entgegengehalten: bist Du etwa reicher als Eleasar ben חרסוס, der trotz seiner unernreßlichen Reichthümer in der bescheidensten Weise sich dem Studium der Lehre hingab? Er wird neben Jsniael dem Fabier genannt und die Dauer seiner Function als Hoherpriester auf eilf Jahre angegeben. Josephus Alterth. 18, 2, 2 kennt einen Hohenpriestep Eleasar ben חרסוס nicht, läßt aber zwischen Jsmael dem Fabier und Simeon b. Kimchith einen Hohenprister Eleasar ben Anan und zwar ein Jahr lang fungiren (vergl. Graetz Gesch. der Juden III, 255) und da der talmudische Bericht über die Functionsdauer der Hohenpriester auch sonst unsicher ist, so ist die chronologische Differenz der 11 Jahre des Eleasar ben דודסום nach dem Talmud und des Einen Jahres nach Josephus nicht zu urgiren und die Identität von Eleasar b. חרסוס und Eleasar b. Anan anzunehmen. Aber es besteht doch neben der chronologischen Differenz auch eine Verschiedenheit in den Namen der Väter, hier חרסוס und dort Anan? Die Schwierigkeit wird beseitigt, wenn der Nachweis gelingt, daß כן חרסוס nicht das Patronymikon, sondern ein Beiname ist, wie ähnlich die Hohen- Priester jener Zeit in gutem oder bösem Sinne öfter zu sichren pflegten (פנקאי,גרבאי). Der gewünschte Nachweis wird aus einer meines Wissens bisher noch nicht besprochenen Stelle im Midrasch zn KohÄet 4, 8 geliefert: ד ס ו ן n יש אחר וה גביני כן