Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Miscellen zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 263 (sequence 13)
- Language
- German
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Miscelki» M rabbimschen Sprach- und Alterthumskunde. 263 מנגנאיקן, Pharao vermochte den Thron Salomo's nicht zu besteigen, weil er die Machinerie (jmyyavixä) desselben nicht zu handhaben verstand. In den Editionen ist מנגגיקון in das gleichbedeutende und lautlich anklingende לא היה יורע כ1 נ וזג י ו geändert. — Wajikra R. c. 30 in der Handschrift: יצאו פראטוטי המדינה in den Editionen: נ רול י המרינה. VII Masora. Das Traditionswesen entwickelt sich bei allen alten Völkern, die eine heilige Literatur haben, in analoger Weise, ohne daß dabei an eine Entlehnung oder auch nur geistige Beziehung gedacht zu werden braucht. Der Alle:: gemeinsame Wunsch, die religiösen Urkunden so vollkommen und unverfälscht als möglich zu erhalten, lässt überall dieselben Auskunftsmittel, dieselben detaillirten Bestimmungen über die zuverlässigste Art der Ueberlieferung, über Schärfung des Gedächtnisses zur Erhaltung des Traditionsstoffes, über Zählung der Abschnitte, Verse und Buchstaben der heiligen Texte (Masora) entstehen. Ueber die heilige Literatur der Inder schreibt Max Müller: ״Diese Sammlung (des Rigveda) besteht aus zehn Büchern und enthält im Ganzen 1028 Hymnen (nach einer andern Zählung 1007 Hymnen). Schon gegen 600 vor Ehr. finden wir, daß in den Theologenschulen Indiens jeder Vers, jedes Wort, jede Sylbe des Veda sorgfältig gezählt worden war. Die Anzahl der Verse, wie sie in den Abhandlungen jener Zeit berechnet wird, schwebt zwischen 10,402 und 10,622; die der Wörter ist 153,826, die der Sylben 432,000. Mit diesen Zahlen und mit der Beschreibung, welche in diesen uralten Abhandlungen von jedem Hymnus, seinem Metrum, seiner Gottheit, seiner Verszahl gegeben wird, stimmen unsere modernen Vedahandschristen so genau überein, als man nur unter den Umständen erwarten kann" (Max Müller Essays I, 9, 69). Die ״überraschende Aehnlichkeit dieses Verfahrens mit den: der Massoreten" wird denn auch von Lazarus Geiger Ursprung und Entwickelung der menschlichen Sprache und Vernunft I, 301, 470 betont. ״Der Gedanke — sagt L. Geiger — die Bestandtheile eines heiligen Buches, von den Ver-