Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Miscellen zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 262 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2829132-2829416-2829423-2866566--14151-2866598- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
262 Miseellen zur rabbinischen Sprach- und Alterthumskunde. Der Sinn wird durch die verschiedenen Lesearten nicht alterirt: jedem zur Erde fallende Tropfen ist von Gott ein besonderer Kanal (גומא ,תעלה), eine besondere Form (רפוס), ein eigenes Behältniß (גססרא, y&arqa) angewiesen. Dasselbe besagt auch die in den Editionen ansgenierzte und bloß von Aruch aufbewahrte Leseart קנצטרא. Das Wort ist aus dem einige Mal in der Mischna und den Targumim vorkommenden ק מ מ ר א , xäfttQct (8ג aus מ wie וג aus מ in מומחא זנומתא) verschriefeen. י-Ber. Rabba c, 19 wird erzählt, die Schlange sei vor ihrer Verfluchung mit Füßen ausgestattet und einem Schafte gleich aufrecht stehend gewesen, ר ק רט י ם היה עומר כקנה ורגילים היו לו. Das von Aruch unerklärt gelassene, von Anderen הקרטיס gelesene und gar mit xqivfjg Richter zusammengestellte רקרטיס ist schon von Musafia als ררקטוס directus erkannt worden. In der Münchener Handschrift des Bereschith Rabba erscheint das Fremdwort vollständig getilgt und die Stelle lautet: וקוף היה 1.עומד כקנה וכו׳) Wajikra Rabba c. 20 lautet in der Handschrift München: פרעה נכה כיוון שביקש לישב על הכסא של שלמה לא היה יורע י) Der Cod. hefcr. 97 (be isLilienthal 96) der kgl. Hof- und Staatsbibliothek zu München, enthaltend Bereschith Rabba und einen Thcil von Bamidbar Rabba (bis c. 14, Anfang בהעלותך) ist von Beer in Frankel's Monatsschr. 1857, 458 kurz beschrieben. Die Handschrift ist von geringem kritischen Werthe und wimmelt von unsinnigen Fehlern. Ber. R. enthält von Cap. 97 an nicht die in unfern gewöhnlichen Ausgaben befindliche Recension, sondern die von Zunz gottesd. Bortr. 254 Note f beschriebene und schon gedruckte שיטה חדשה לבראשית רכה על כרכה יעקב אבינו לבניו. Cap. 97 beginnt in der Handschrift: ויקרא יעקב אל בניו לאי הוה צריך קריא מימר אלא ויקרא כמו ויקרא אח עשו למה שהוא גדול וכו׳. Das Alter des Codex giebt der Schreiber in dem Epiloge an: זה הספר בראשית רבה וויקרא רבה (צ״ל במדבר רבה) כתבתי אני מנהט בכ״ר שמואל מב״ע אורה לה׳ כי טוב כי לעולם חסדו וסיימתיו ביום א בכ״ג שעות בחרש אלול ה׳ ב׳ שנת קע״ח (1418) ה׳ שזיכני לכותבו הוא יזכני להגות בו ובכל שאר ספרי הקדש אני וזרעי וזרע זרעי עד סוף כל הדורות חוק הכבתו ואמיץ הקורא בו הכותב לא יוזק לעולם עד שיעלה יחמור ב ם ו ל ם ש ל ק׳ מעלות וה׳ שטים עמי מעתה ועד עולם אמן. lieber diese Formel, die deutschen Abschreibern vom Ende des 13. Jahrhunderts ab gehört, siehe Zunz zur Gesch. 207 und in Zeitschrift der DMG. XXV, 649 fs. den dort angeführten Formeln: עד שיעלה חמור פרד ,פרה) כסולם) ist nunmehr auch die hier vorkommende עד שיעלה חמור בסולם של ק' מעלות hinzuzufügen.