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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 5 · p. Seite 214

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 5
Article
Zur karäischen Bibliographie
Date
1872-01-01
Page
Seite 214 (sequence 8)
Language
German
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214 Zur kar,rischen Bibliographie. Man sollte denken, daß damit die Fragerl schon abgeschlossen wären; denn von etwas Späterem, als wie von der Auferstehung kann doch füglich keine Rede sein. Indessen scheint der Verfasser gefühlt zu haben, daß er in der zweiten Frage etwas Unerwiesenes aufgestellt habe. Dort hatte er die göttlichen Attribute als etwas Selbstverständliches hingestellt und bloß den Unterschied zwischen Attributen dem Wesen nach, welche Gott zukommen, und den Attributen des Menschen auseinandergesetzt. Darum ist der Verfasser bemüht, in den folgenden Fragen zu beweisen, daß Gott Leben, Macht und Allwissenheit zukomme. Der Schöpfer der Welt ist lebendig, (Frage VII) weil er überhaupt zu schaffen im Stande gewesen/) er ist mächtig (VIII), weil ihm die riesige, und weise (IX), weil ihm die wohlgeordnete Schöpfung gelungen. Wenn nun die wohlgelungeneu Werke Zeugniß ablegen für die Fähigkeit ihres Meisters — so wird weiter gefragt — beweisen dann auch die mißlungenen die Unfähigkeil dessen, der sie hervorgebracht? Nein, antwortet der Respondent (X): Es ist wohl undenkbar, daß der Schwache Schweres, der Unkundige Gelungenes schaffe, es ist aber auch leicht einzusehen, daß der Verständige bisweilen keinen Gebrauch machen kann von seiner Fähigkeit, weil er seinen Grund hat, diese zu verbergen, wie ja der Mächtige nicht immer seine Kraft anwenden muß. David stellte sich vor Achisch wahnsinnig und geberdete sich, wie es sonst nur Irrsinnige thun. War er es darum auch in Wirklichkeit? Noch ein, Beispiel aus dem Leben: Wie Viele entziehen sich dem lästigen und gefährlichen Frohndienst ihres strengen Gebieters dadurch, daß sie sich selber den Schein unfähiger Leute geben. Ist nun durch die im Allgemeinen gelungene Schöpfung, besonders durch die des Menschen Belege aus der Schrift angeführt, fährt er fort: ואל יוכל כל כופר לאמר כי זה ע״ד משל כי כל המשלים לא ימשלו אלא יש ליש ולא י ש ל א י ן. Vgl. im Mibchor שמוה sä. Kost p. 3 d: (כ׳ יזכם (ישראל לתחית המתים כנזכר כי העצמות האלה כל כיה ישראל המה ו אוו" פ .שנראה כמשל היש משל מבלי יש י) Es schließt sich daran eine Auslegung einiger Verse aus dem Gebete Hiskia's, woraus wir besonders das hervorheben wollen, daß das 1. 'N (Jes. 88, 19) sich auf Gott bezöge, eine Auslegung, der wir auch Jalkut Genesis 157 wieder begegnen.

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