Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 4
- Article
- R. Juda ha-Nasi's Antheil an unserer Mischnah
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 8)
- Language
- German
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168 N. Juda Ha-Nasi's Antheil au unserer Mischnah. Lehrern, N. Elieser und R. Josua, in seine Sammlung aufgenommen habe?) Gehört nun unsere Halachah zu diesen Einigen? Die Halachah selbst enthält kein diese Frage entscheidendes Moment. Es muß daher die Möglichkeit ihrer Nichteinreihung in der erwähnten Zeit in Betracht gezogen werden. Setzt man aber dies als Faktum, so ist hiermit auch der Zeitpunkt, in dem sie ihre codificatoriiche Reifheit erlangt, in Frage gestellt. Es wäre dann geradezu unmöglich, Liber den Stand derselben im zweiten Tannaimgeschlechte etwas Bestiwmtes auszusagen. Sie könnte damals als Differenz sich im erstell Stadium, der Ent- Wickelung befunden, die entgegengesetzten Ansichten könnten damals noch gleiche Autorität gehabt haben. Läßt sich nun nicht mit Gewißheit ermitteln, ob unsere Mischnah zu der Gruudsamnrlung gehört, so scheint dagegen Alles'dafür zu sprechen, daß sie spätestens in der zweiten Sammelperiode ihre Aufnahme gefunden habe. Wenn sie kein Element der Sammelgruppe R. Akiba's ausmachl, so gehört sie jedenfalls der Sammelgruppe R. Meir's an. Denn dieser Tannai hat ja nach derselben Allsicht (Darke Ham. p. 212 und 214), sowohl die all gern eingültigen Halacholh des dritten und vierten Geschlechtes als die streitigen des zweiten gesammelt und in die Grundsammlung eingereiht. In welchem Stadium auch unsere Halachah sich im vierten Geschlechte bestmden haben mag, gleichgültig, ob sie damals noch eine offene Frage war oder endlich zur bestimmten Norm erhoben worden, so konnte R. Me'ir ui dt umhin, sie als eine bereits aus dem zweiten Geschlechte abstammende Differenz in die Mischnah aufzunehmen. Steht dies aber einmal fest, so laßt sich aus der vorliegenden Gestalt derselben auf das Stadiulu schließen, in dem sie sich unbedingt im vierten Geschlechte befand. R. Me'ir fand sie unstreitig als Norm vor. Denn auch dieser Sammler hat, nach eben derselben Allsicht, mit Hintenansetzung seiner eigenen Ueberzeugung die gesammelten Halachoth objektiv eingereiht. Die allgemeingnltige Form, in der uns die Halachah in der Mischnah entgegentritt, kann also unmöglich vom Sammler, son- *) ibid.רוב ההלכות הקדמוניות נאספו וכסדרו ע״י ר׳ עקיבא... ואפשר גם איזה פלוגתות דר׳ אליעזר ור׳ יהושע רכותו, also überhaupt fraglich und, wenn gesammelt, so doch nur einige.