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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 4 · p. Seite 167

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 4
Article
R. Juda ha-Nasi's Antheil an unserer Mischnah
Date
1872-01-01
Page
Seite 167 (sequence 7)
Language
German
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R. Juda Ha-Nasi's Antheil an unserer Mischnah. 167 gegeben, so lange man sich ohne Benutzung des eben erwähnten Maaßstabes, allein an die Mischnah hielte. Die gedachten halaclnfcheu Punkte, so würde unbedingt die Antwort lauten, seien nicht zugleich sondern in. verschiedenen Tannmmgeschlechtern, wenn nicht als fragliche Objekte hervorgetreten, so doch zum endgültigen Beschlüsse gebracht worden. Die Namen jener beiden tannaitischeu Koryphäen, die, wie hier, unzählige Male in der Mischnah als die Repräsentanten der den normgebenden Entscheidungen gegnerischen Ansichten erwähnt werden, geben ja unzweideutig und bestimmt die betreffende Zeit an. Die Halachah in der ersten Mischnah wäre demnach im zweiten Tannaiurgeschlechte, die der zweiten Mischnah im vierten Geschlecht entschieden worden. Nicht so leicht hingegen wäre die Beantwortung der dritten Frage, nämlich der Frage nach dein Zeitpunkte der Einreihung in die Mischnah. Denn hier muß der bewußte Maaßstab unbedingt in Anwendung kommen. Und das Anlegen desselben macht die Lösmrg keineswegs leichter. Zur besseren Orientirung soll vorläufig nur die erste der oben angeführten Mischnajoth ins Auge gefaßt werden. Die tanuaitische Behandlung des Objektes dieser Mischnah ist, wie bereits bemerkt, wenn nicht gar noch älter, gewiß nicht jünger als das zweite TannaimgeschlechL. Dazu kommt, daß sie sich an beu Namen einer Autorität knüpft, zu der N. Akiba in einem so innigen Verhältnisse stand. N. Elieser war bekanntlieh dessen Lehrer. Es ist demnach, da sonst kein Grund dagegen spricht, sehr wahrscheinlich, daß diese Mischnah einen Bestandtheil der erstell Mischuahsmnmlung ausnrachte. Nun gilt es auf dem Standpunkte der bewußten Ansicht als ziemlich ausgemacht, daß R. Akiba als Sammler entschieden und ausnahmslos objektiv zu Werke ging, indem er sich sorgfältig innerhalb des Referentenbereiches hielt. Die allgemeingültige Form, in der die Entscheidung uns vorliegt, würde demnach nicht die subjektive Ansicht des betreffenden Sammlers sein, sondern aus der allgemeinen Ansicht des zweiten Geschlechtes beruhen, der gegenüber N. Elieser vereingelt dastand. Indessen wird dieser Schluß durch einen von der in Rede stehenden Ansicht, übrigens ohne weitere Begründung, geäußerten Zweifel ganz unsicher gemacht. Dieselbe setzt es nur als ul ö g l i ch, daß R. Akiba einige Differenzen zwischen seinen

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