Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Ophir und die Entdeckungen von Karl Mauch
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 3)
- Language
- German
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Anale kten. 143 mit der Angabe des portugiesischen Schriftstellers Tos Santos, das; die Portugiesen 200 Seemeilen westlich von Sofala im Goldlande (tracto (10 ouro) umfangreiche Manerwerke vorgefuuden hätten. In der Nähe von Zimbabye fand Manch auch Alluvialgold, welches er selbst zu waschen und zu sammeln hofft. Die Ruinen bestehen aus Trümmern, Mauern rc. bis 30 Fuß hoch, 15 Fuß dick und 450 Fuß im Durchmesser, einem Thurm re. — Daß sie alle ohne Ausnahme aus behauenem Granit ohne Mörtel aufgeführt sind, deutet allein schon auf ein hohes Alterthum; die von Manch eingeschickten Zeichnungen von Verzierungen an den Ruinen lassen aber kaum noch einen Zweifel darüber aufkomrnen, daß sie weder von Portugiesen noch Arabern, dagegen von den Phöniziern, von den Leuten der Salomonischen Ophirfahrer, herrühren können. Jedenfalls haben diese Verzierungen nichts Portugiesisches oder Arabisches an sich, sondern deuten auf viel frühere Zeiten. Die jetzige Bevölkerung bewohnt diese Gegend erst seit vierzig Jahren, sie halten diese Ruinen heilig und nehmen insgesammt fest an, daß weiße Menschen einst diese Gegend bewohnt haben, was auch aus Spuren ihrer Wohnungen und eisernen Geräthschaften, die nicht von Schwarzen angefertigt sein könne!;, hervorzugehen scheint. Manch hatte nur erst eine der Ruinenftätten besuchen und untersuchen können, und zwar nur erst ganz flüchtig; drei Tagereisen nordwestlich von Zimbabye liegen noch andere Ruinen, unter denen sich nach der Beschreibung der Eingeborenen u. A. ein Obeliks befinden soll. Manch hoffte, die ׳ganze Gegend aufs Genaueste durchforschen zu können; dieselbe ist sehr schön, hat über 4000 Fuß Meereshöhe, ist wohl bewässert, fruchtbar und dicht bevölkert von einem fleißigen und friedlich gesinnten Stamm der Makalala, die Ackerbau und Viehzucht treiben, Reis- und Kornfelder, Rinder,- Schaf- und Ziegenheerden haben. Hoffentlich findet Manch bei seinen weiteren und eingehenderen Untersuchungen noch viele andere An- Haltepunkte über den Charakter und Ursprung dieser merkwürdigen uralten Ruinen. OL dieselben schließlich sich wirklich als das biblische Ophir erweisen oder nicht, so viel ist sicher, daß die vorläufigen Befunde es schon jetzt mehr als je wahrscheinlich machen, daß die Salomonischen Ophirführten mit Sofala zusammenhingen. Die Schifffahrt von seinen Häsen im rochen Meere längs der ostafrikanischen Küste erscheint für die damaligen Mittel der Navigation nahe liegend, die für Hinurd Rückfahrt gebrauchte Zeit von drei Jahren zutreffend; gewiß ist, daß sich die Seefahrten der Phönizier südwärts erstreckte!; und daß Afrika de!; wohlbe-