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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1872-01-01 · Heft 3 · p. Seite 142

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
21 (1872)
Issue
Heft 3
Article
Ophir und die Entdeckungen von Karl Mauch
Date
1872-01-01
Page
Seite 142 (sequence 2)
Language
German
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]42 Analekten. noch Andere sogar in Westindien und Peru; nur so viel blieb einstweilen sicher, daß es sehr reiche Minen waren, aus denen das Gold herrührte. Als die Portugiesen im 16. Jahrhundert nach Sofala kamen, fanden sie daselbst reiche Goldgruben vor, die schon seit undenklichen Zeilen bebaut gewesen waren, und bei diesen Goldgruben fanden sie Bauten und Ruinen, die, nach der einheimischen Sage, der Königin von Saba ihren Ursprung verdankten. Nach Lopez sollen sich sogar Eingeborene in Sofala gerühmt haben, noch Bücher aus alten Zeiten zu besitzen, welche die Salomonischen Ophirfahrten bestätigten. Die ganze Literatur der Griechen und Römer läßt uns bezüglich dieses urältesten Völkerverkehrs im Stich, und nur so viel ist aus den arabischen Schriftstellern (Mafudi, Edrist) gewiß, daß nach den( Verfall der Phönizier die goldgierigen Araber diesen Verkehr durch das ganze Mittelalter fortsetzten und auf ihren Fahrten, selbst vom persischen Golf aus, weit nach Süden fuhren und die Küste von Sofala häufig besuchten. Die portugiesische Herrschaft in Sofala ist seit langer Zeit nur ein Schatten ihrer früheren Macht, und die in neuester Zeit gemachten Versuche, mit bewaffneter Hand wieder Boden im Innern des Landes zu gewinnen, endeten in schmählicher Niederlage. Auf den fernsten vorgeschobenen Posten europäischer Ansiedelungen im Caplande und der Transvaal-Republik hatte man seit einer laugen Reihe von Jahren vielfache Gerüchte erhalte(( von ausgedehnten Ruinen mit Tempeln, Obelisken, Pyramiden u. s.w. im Innern Südafrikas. Ganz besonders haben die Missionäre der Berliner Missionsgesellschaftes sich seit langer Zeit angelegen sein lassen, diese dunkle Mähr aufzuklären und die Ruinenfelder wo möglich selbst zu besuchen. Ohne daß ihnen dies nun bisher möglich geworden wäre, haben sie trotzdem nicht unwesentlich dazu beigetragen, daß der durch seine bisherigen Forschungen und Arbeiten höchst verdienstvolle deutsche Reisende Carl M a u ch im vergangener( Herbst sein längst beschlossenes Vorhabe!( ausführen und eine Reise bis zu diesen uralten Bauten unternehmen konnte. Briefe und Karten von diesen( unermüdlichen und ausgezeichneten Forscher aus Zimbabye vom 13. September 1871, welche durch gütige Vermittelung der Herren Missionäre Grützner und Merensky in meine Hände gelangt sind, bestätigen, daß Manch ausgedeh((te Bauten und Ruinen von sehr hohem Alterthum wirklich aufgefunden hat. Zimbabye ist eine dieser uralten Ruinenstätten und liegt nach Mauchs astronomischer Bestinnnnng in 200!4' S.-Br., 31° 48' Oest.-L. von Gr., gerade westlich von dem Hafenplatz Sofala und nur 41 deutsche Meilen in gerader Linie davon entfernt. Dies stimmt

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