Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 21 (1872)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Ophir und die Entdeckungen von Karl Mauch
- Date
- 1872-01-01
- Page
- Seite 144 (sequence 4)
- Language
- German
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144 Analekten. gründeten Din^nt eines Goldlandes seit den ältesten Zeiten hatte. Die Gegenwart liefert den besten Beweis daß die Schisse Salomos, um Gold, Edelsteine und Elfenbein zu holen, nur der Küste südwärts zu folgen brauchten. Die Diamantenfelder Südafrikas stellen gegenwärtig alles Andere der Art in den Schatten und, was Elfenbein anlangt, so hat Afrika auch stets größere Quantitäten auf den Weltmarkt geliefert als andere Länder. Kurzum, zu den Quarzgold-Feldern, dem neuerdings von Button und Manch entdeckten Alluviatgold und der noch immer wachsenden Wichtigkeit der Diamantenfelder scheint sich für das Innere von Süd- Afrika nun auch noch das Ophir König Salomos zu gesellen. Eine archäologische Expedition direkt nach dem Hasenplatz Sofala und dann nur einige 40 deutsche Meilen ins Innere würde bald volles Licht darüber geben. Inzwischen können mit jeder Post, die freilich alle vier Wochen nur einmal geht, von^ Manch neue Nachrichten eintreffen. . . Vivat Carl Manch, der deutsche Pionier!*) A. P e t e r m a n n. *) Die Vermuthung, daß unter den biblischen Ophir das afrikanische Küstenland Sofala zu verstehen sei, ist nicht neu, da schon in einer Angabe bei Abulseda darauf hingewiesen ist. lVergl. Gesenius Thesaurus I. p. 141 fg.). Manches läßt sich dagegen einwenden, was auch Kinport in der Nationalzeitung vorgebracht hat. Allein die seit Lasse!: adoptirte Ansicht, das; Ophir das indische A b h i r a sei, ist auch nicht über allen Zweifel erhaben, zmnal in dieser Gegend kein Gold vorhanden ist. Könnte inan nicht beide Ansichten vereinigen, wenn man annähme, daß Sofala int Hebräischen חוילה gelautet hat? In Ehawilah wird Gold vorausgesetzt (Genesis 2, 11) ארץ החוילה אשר שם הרהב. Ehawilah wird mit Ophir zusammen genannt (das. 10, 29). Die pHönicisch-israelitischen Schisse können auf ihrer Fahrt zun! Emporium vor: Abhira — Ophir auch Sofala — Ehawilah berührt und von dort viel Gold mitgebracht haben. Der Lautwechsel von Spiritus asper ח in 6 ist naturgemäß. Auch Genesis 10, 7 ist kein Widerspruch dagegeu. Diese Angabe kann darauf beruhe!!, daß die Einwohuer von Ehawilah — Sofala äthiopischen Ursprunges gewesen wären. Freilich steht bantit im Widerspruche,- daß nach Genesis 25, 18 und I. Samuel 15, 7, Chawilla in Arabien vorausgesetzt wird. Aber diese Angabe ist überhaupt schwierig und hat zur Ausgleichung geführt, daß es zwei Ehawilah gegeben habe. Die Ned.