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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 12 · p. Seite 526

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 12
Article
Der geschichtliche Hintergrund des hundert und neunzehnten Psalmes
Date
1871-01-01
Page
Seite 526 (sequence 14)
Language
German
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526 Der geschichtliche Hintergrund die Juden bekriegte und ein Blutbad in Jerusalem anrichtete * 1). Die Differenz der Zeit beträgt ganze zehn Jahre. Die Frage wäre nun, welche Angabe Josephus' ist die richtige? Bekanntlich standen diesem Geschichtschreiber bei Abfassung des jüdischen Krieges um das Jahr 75 post nicht so viel Quellen zu Gebote, als bei der Ausarbeitung der Alterthümer um zwanzig Jahre später. In der letzten Schrift theilte er nämlich mehr über Onias mit als in der erstern. Man ist also geneigt, die Nachrichten in den Alterthümern für authentischer zu halten, gewissermaßen als selbst angebrachte Berichtigung, daß Onias erst um 161 zur Zeit Alkimos' nach Alexandrien entflohen sei. Außerdem ist die Relation im jüdischen Krieg verdächtig, da Josephus daselbst diesen Onias Sohn des Simon nennt, was nur Jrrthum ist, und nicht wie Eivald meint, Enkel Simons; denn auch die talmudische Relation macht den Erbauer des Oniastempels zum Sohne Simons des Gerechten. Allein von der andern Seite sprechen einige Umstände dafür, daß Onias schon zur Zeit des Antiochos Epiphanes nach Aegypten entflohen ist. Denn nicht bloß im jüdischen Kriege, sondern auch in den Alterthümern hebt Josephus hervor, daß der flüchtige Hohenpriestersohn freudig und als Bundesgenosse von dem ägyptischen Königspaar ausgenommen worden feia), wegen des feindlichen Verhältnisses zu dem syrischen König. Dieser günstige Empfang hat nur Berechtigung, wenn Onias' Flucht zur Zeit des Antiochos Epiphanes stattgefunden hat. Da dieser zugleich ein Gegner des ptolemäischen Königshauses war. ’) Iüd. Kr. VII, 10, 2. ,Ovlag^ 2£{1mvog vtoc, sog tmv . . do- XcsQsmv, (/■(■:vyoiv *AvrCoyov . . ir/.tv f-.U ’ AXc'idvdpcUiv. Vgl. das. I, I, 1. Iüd. Krieg VII, 10, 1: Kal Sega;ueve HcXoXsyiaCa avcöv (cov *Ovtav) <f>tX0tfjQ0vu)g diä xryv tcqo$ *Avrirr/ov amyÜEtav x. r. X. Alterthümer XII, 9, 7 : xal xi/urjg agiwüslg C’Oviag) vrto re avTÖ (ÜToXefi.) xal ,crjg yvvatxdg avx» KXsonäzqag x. x. X.

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