Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 12 · p. Seite 525

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 12
Article
Der geschichtliche Hintergrund des hundert und neunzehnten Psalmes
Date
1871-01-01
Page
Seite 525 (sequence 13)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2829132-2829402-2829415-2866294--13840-2866318
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

des Hundert und neunzehnten Psalmes. 525 Treue nimmer wankt. Durch diesen Hintergrund können wir den Gedankengang des Psalmisten viel besser errathen. In der That zwingen einige Verse dieses Psalmes zur Annähme, daß, wenn er gleich zur Zeit der Apostasie und des Religionszwanges gedichtet ist, die apostatischen Hellenisten jedoch bereits dainals einen Stoß erlitten haben müssen, der einen Umschwung ahnen lassen konnte. V. 21: גערת זרים ארורים השגים ״ ,ממצוחיוDu hast bereits angefahren die fluchwürdigen Frevler, welche von Deinen Gesetzen abweichen." Noch stärker V. 118: ״ ,סלית כל שגים םוזקיךDu hast bereits zertreten alle die von Deinem Gesetze abweichen". Der Sinn ist, die Hauptführer der Abtrünnigen haben bereits ihre Strafe erlitten. Jason und Menelaos waren bereits umgekommen. Andere wurden von den Hasmonäerschaaren gezüchtigt. In so fern kann dieser Psalm während der Zeit gedichtet sein, als Alkimos die Hohenpriesterivürde erlangt und angetreten hatte. Hier muß aber eine Ungenauigkeit berichtigt werden, welche Josephus bei der Erzählung von diesem Onias sich zu Schulbeit kommen ließ. Es ist bereits angegeben, daß er diesen jungen Hohenpriestersohn erst zur Zeit nach Aegypten entfliehen läßt, als Alkiinos mit der H ohenpriesterwürde bekleidet war und Onias sich übergangen sah (o. S. 520). Demnach müßte man annehmen, daß sich Onias in der ganzen Zeit des Religionszwanges und auch noch spater nach dem Tode des Antiochos Epiphanes bis zuin Regierungsantritt des Demetrius (172—161 der vorchr. Z.) in Judäa aufgehalten hat, da Alkimos erst von diesem König zum Hohenpriester eingesetzt winde 1). Dagegen berichtet Josephus im jüdischen Kriege, daß Onias zur Zeit des Antiochos Epiphanes nach Alexandrien entflohen sei, weil dieser h I. Makkabb. 7, 5 . . . xai rjkdov 7100c, avrov (Ar^(1r1jq1cv) avdQSg itvojxot . . xai 'Akxtfiog rjyelro avimv, ßovkoi.uvog 1e- QaTeveiv.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.