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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 11 · p. Seite 487

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 11
Article
Elia del Medigo, ein jüdischer Popularphilosoph
Date
1871-01-01
Page
Seite 487 (sequence 7)
Language
German
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Elia bei Medigo, ein jüdischer Popularphilosoph. 487 Anschannligen seines Zeitgenossen Jochanan Alemanz. V. austibeli, mit km er die Gunst des Grafeil Pico theilte? Bei ihm waren die Ursachen nicht vorhanden, welche der Mystik zu so großem Einflusz verholfen hatten, und deswegeil nahm er Stellung gegen sie. Freilich ist er nicht in allen seinen Ausführungen gegen dieselbe glücklich; wenn er ihr Alter angreift, wenn er sagt, daß die Alttoritäten früherer Zeiten nichts voll ihr gewllßt haben, so behauptet er unseres Dafiirhaltens mehr als er beweisen kann. Behallpteil die Kabbalisten, um eine recht große Ahnenreihe zu geivinnen, nichts lveiter, als daß irgend eine Art von Geheimlehre scholl zur Zeit der Mischnahlehrer bestanden und seit dieser Zeit fortbestailden hat, so köniren sie sich mit Fng und Grund darauf berufen, daß die Existenz einer solchen Lehre in der Mischnah vorallsgesetzt wird, daß das ״Sepher Jezirah" ״das Buch der Schöpfung" in den beiden Talmuden, in dem babylonischen soivohl als iil dem altern jerllsaleliiischen erwähnt und von Männeril wie Saadia und Jehnda Halevi hoher Beachtung gewürdigt lvird. Ohne der an einzelnen Stellen geradezu komischen Beweisführung Joseph del Medigo'S beiznpstichten, welche nur zu sehr dazu angethan, den Verdacht zu bekräftigen, daß er mit seinem ״Mezaref" die Kabbalistell weit mehr hat äffen als vertheidigen wollen, kann doch nicht geleugnet werden, daß die Kabbalah älter ist, als ihre Gegner zllgestehen wollen. Dagegen hat E. M. ein Recht zu behaupten, daß die Männer, ivelche den Stolz ilnd die Zierde des Judenthums ausmacheil, sich nicht viel um sie gekümmert llild ihr nur geringen Einfluß ans das praktische Leben gestattet haben. Den Sohar erklärt er für das Werk eines Fälschers, und die ganze Wissenschaft halt ec für absurd, da sie sich Kabbalah nenne, während in Wahrheit zwischen ihren Lehrerll auch nicht in eine m Haupt- und Grundsatz Uebereinstimmung herrsche; und da sie w i d e r vernünftige Dinge lehre, die kein Mensch, weil sie deil Denkgesetzen widersprächell, glauben und die deshalb die Religion nicht lehren könne. Er findet in

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