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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 10 · p. Seite 475

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 10
Article
[Rezension]
Date
1871-01-01
Page
Seite 475 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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Recensionen. 475 trotz der Schroffheit der Gegensätze glaubt Herr Lewes auf der folgenden Seite (S. 6) an die Möglichkeit einer Versöhnung. ,,Erhaben über Polemik und Persönliche Erbitterung ergiebt sich der vernünftige ruhige Geist unserer Tage in die Herrschaft des Triumvirats, weist jedem von ihnen seinen Herrschbezirk an und zeigt Vertrauen auf eine Harmonie gemeinsamer Anstrengung, die -bisher unmöglich war. Es ist Zeit, das; die großen Störungen aufhören, und die Kämpfe nur innerhalb der Grenzen, eures jeden Herrschbezirks geführt werden. Die Theologen im Streit mit Theologen, die Philosophen mit Philosophen, die Gelehrten mit Gelehrten. Das Problern unseres Zeitalters ist, die unabhängigen und streitenden Bemühungen tu abhängige und harmonische zu vereinigen. Dieses Problenr kann gelöst werden durch die Ver- Wandlung der Fachwissenschaft in Philosophie, und durch die Verwandlung der Philosophie in Religion. Auch in diesen Sätzen sind die Widersprüche in die Augen fallend. Zuerst ein unvermeidlicher Konflikt, begründet durch den Gegensatz der Methoden, sodann Versöhnung durch Einengung eines jeden dieser geistigert Faktoren in ein bestimmtes Gebiet, als die reife Frucht unserer Bildung gefeiert, drittens Anerkennung der Schwierigkeit, daß sich der Mensch nicht drittheilen könne, daß er als ein Ganzes diese drei Ströme seiner Bildung in ein Bett leiten wolle; und hierbei rückt Herr Lewes mit dem Recept heraus/das Beste wäre, Religion und Philosophie dankten ab zu ®uufteu der Fachwissenschaft. Oder wie er die bittere Pille überzuckernd sich ausdrückt, die Fachwissenschaft müsse sich in Philosophie, diese sich in Religion verwandeln. Wie dieser Satz sich vereinigt mit der Meinung, daß Philosophie die höhere Einheit sei, der von der Theologie und der Fachwissenschaft dargebotenen Begriffe, ist auch nicht leicht zu erntessen. Alle diese Widersprüche sind eben nur dadurch zu erklären, daß der Fachwissenschaft ihre beiden Kolleginnen sehr unbequem sind, und daß sie dieselben gerrt in den Tartarus schicken möchte. Schade nur, daß dessen. Existenz rückt natttrwissenschaftlich fest steht! Denn sie beide kranken an der subjektiven Methode; der Theologie ist sie iuhaerent, aber auch die Philosophen, besonders die Metaphysiker sind von diesem Fehler behaftet. Wie Verderblich diese Methode sei, entwickelt Lewes von S. 28 bis 32 an

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