Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Veranlassung, Zweck und Entwickelung der halachischen und halachisch-exegetischen Sammlungen während der Tannaimperiode
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 375 (sequence 13)
- Language
- German
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Noten zum obigen Artikel. 375 Differenzpunkt tit der Mischnah der Fall; die חצאי וחים hatten durch ihr Haften an der Haut n i e Selbstständigkeit. Hat man aber dieselben von der Haut so losgemacht, das; sie nicht ganz von einander getrennt sin^ so entsprechen sie vollkommen den Hauptbedingungen von )-)!2 טומאת. Denn, neben der nun erlangten Selbstständigkeit, haben sie durch ihre natürliche Verbindung auch die nöthige Quantität. Es ist nun gleichgültig, das; טומאת מגע aus gewissen Gründen nicht eintreten könne. Auch Maimon scheint das Verhältnis; der gedachten beiden Discussionsstücke zu einander einerseits und zur Mischnah anderseits so aufgefaßt zu haben. Denn an der Hand unserer Allseinandersetzung begegne^ man Nichts voll dem Befremdenden und Räthselhasten, das seine Decisionen, die er aus unserer Talmuddiscussion gezogen, und die lakonische Begründung derselben den Lesern darbieten; vgl. Maimon Hilchoth Aboth Hatum'ah 1, 12 und seine Commelltatoren. d. Bechoroth 23 a und b. Im ersten Diseussionsstück wird als selbstverständlich angenommen, daß die Embryotheile in dem חרדת חט sich in einem solchen Zustande der Auflösung befinden, daß sie wohl für Hunde, aber nicht für Menschen genießbar seien. Man fand daher die Erläuterung R. Ehija's, daß das חרדת רם aus keine Weise Unreinheit verursacht, mit dem daselbst ventilirten Grundsätze gut vereinbar; jedoch nur so lange man mit Bar Padda den erwähnten Zustand rücksichtlich טמאות משא für wirkungslos hielt, aber durchalls nicht, sobald man den Standpunkt R. Jochanan's einnehinen wollte. In dem zweiten Diseussionsstück hingegen werden die Embryotheile an sich als gesund ulld genießbar (ראחחזי מעיקרא אגב אמיח), und nur wegen ihrer augenblicklichen Vermischung ungenießbar betrachtet. Deshalb würden sie auch auf alle Weise Unreinheit verursachen, hätten sie nicht eben in Folge ihrer Vermischung, wo sie den kleinsten Theil bilden, ihre substantielle Selbstständigkeit verloren. Auf diesem Standpunkte aber fällt jedes Bedenken weg, das auf Grund der Erläuterung R. Ehija's gegen die Vereinbarfeit des Standpunktes R. Jochanans mit dem bewußten Grundsätze erhoben wurde. Denn die Embryotheile verlieren grade in dem Augenblicke, wo טומאה eintreten soll, ihre substantielle Selbstständigkeit. Sie waren ja nie in dem Zustande, der unbedingt erforderlich ist, soll bei veränderten Verhältnissen טומאת משא ohne טומאת מגע stattfinden, was bei einem Stück נבילה wohl eintrifft, das erst als solches verdirbt. Daß Maimoni die Discussion ebenfalls in diesem Lichte betrachtet, bezeugt unzweideutig der Umstand, daß er die Halachah über חודה רם so, wie sie R. Chija