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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 8 · p. Seite 374

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 8
Article
Veranlassung, Zweck und Entwickelung der halachischen und halachisch-exegetischen Sammlungen während der Tannaimperiode
Date
1871-01-01
Page
Seite 374 (sequence 12)
Language
German
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374 Noten zum obigen Artikel Tannaiten, wie es in der Mischnah in den Worten ומפני מה ר״ע מטהרי בעור מפגי שהעור מבטלן geschieht, würde auf dem besprochenen Standpunkte ganz verfehlt sein. Denn der Umstand, daß die Fleischstücke, so lange sie an der Haut sitzen, keine substantielle Selbstständigkeit haben, giebt auch R. Jsmael zu. Eben dieses Umstandes wegen entscheidet er sich ja für die Wirkungslosigkeit des Anrührens. Und was N. Mba selbst betrifft, so dürste er unmöglich auf Grund dieses Umstandes allein טומאת משא negiren, will man ihn nicht mit der bei טומאה allgemein gültigen Norm in Widerspruch setzen, daß mit dem Verlust der substantiellen Selbstständigkeit (בטול ברוב) wohl טומאת מנע, aber nicht טומאת משא aufgehoben wird; vgl. Maimon Hilchoth Tum'ath Ochlin 16, 4, 5; Aboth Hatum'ah 1, 16, 17 und andere. Und in der That ist es nach N. Akiba allein der Umstand der ausnahmsweise bei נבילה stattfindenden Gleichstellung des והנושא mit והנונע, was hier eine solche Anomalie vorschreibt. Der Schwerpunkt müßte demnach in dem Satze את שבא לכלל מנע ובר ausgedrückt werden. Auch Ulla's Satzung שני חצאי זתים שתחבם ובר und die an dieselbe sich knüpfende Erörterung ist mit dem besprochenen Standpunkte unvereinbar. Denn, wenn את שבא לכלל מנע ובר bedeutet: לכלל מגע.בכל צד, so können שני הצאי ותים שתחבן in keinem Falle, selbst wenn natürlich verbunden (במחדד), nach R. Akiba Unreinheit ver- Ursachen, eben weil ohne מחדר überhaupt טומאה nicht stattstnden kann. Allerdings ließe sich diese Schwierigkeit unschwer vermittelst Subtilitäten beseitigen. Aber immerhin wäre es unmöglich, weg zu demonstriren, daß der unbefangene Eindruck der betreffenden ganzen Talmud-Erörterung kein anderer ist, als daß hier die Möglichkeit von טומאת משא auch dann vorausgesetzt wird, wo טומאת מנע unbedingt nicht eintreten fann. Sowohl die daselbst behandelten Fälle, als die dabei gebrauchten Ausdrücke lassen nur an טומאת משא denken. Es folgt also mit Nothwendigkeit, daß dieses Discussionsstück, dem Wortlaute und Zusammenhänge der Mischna entsprechend, sich Fülle denkt, wo auch nach R. Akiba טומאת משא eintreten könne, ohne daß unter denselben Verhältnissen Berührung irgend welche Wirkung Hervorbringen würde. Dies ist aber nur dann möglich, wenn משא in so weit von מנע abhängig ist, als die Grundbedingungen für טומאת מנע vorhanden sind, nämlich die erforderliche Quantität und substantielle Selbstständigkeit. Wo eine dieser Bedingungen fehlt, und mtc dann allein, da tritt טומאת משא nicht ein; sonst aber findet sie statt, selbst wenn טומאת מנע wegen hinzukommender Umstände nicht eintreten kann. Ersteres nun ist beim

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