Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Veranlassung, Zweck und Entwickelung der halachischen und halachisch-exegetischen Sammlungen während der Tannaimperiode
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 373 (sequence 11)
- Language
- German
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Noten zunr obigen Artikel. 373 ׳ lief), weil g'egen ein pentateuchisches Verbot verstoßend, daran denken können, bie נתרנים auch in ehegesetzlicher Beziehung zu eMckncipirsn. Mckimoni sah den Vorzug, den die andere Talmud-iscussion vor der ersten hat, sehr gut ein. Durchaus nicht gewillt, wie Andere, den ausdrücklichen Worten Zwang anzuthnn, unterließ er eine gekünstelte Vereinigung zwei unvereinbarer Discussionen zu bewerkstelligen. Daher auch, daß er die zweite Diskussion zur Grundlage seiner Deeision nahm. c) Chulin 124b. Die Worte ,את שבא לכלל מגע בא לכלל משא לא בא לכלל מגע לא בא לכלל משא, lassen eine zweifache Erklärung zu: 1) da, wo Berührung Unreinheit verursacht, bewirkt auch Tragen Unreinheit u. s. w. 2) Da, wo die für Unreinheit in Folge des Anrührens erforderliche Quantität und substantielle Selbstständigkeit existirt, (selbst wenn durch hinzugekouunene zufällige Umstände das Anrühren wirkungslos bleibt) zieht auch Tragen Unreinheit nach sich. Wo aber jene Bedingungen fehlen, wie im gedachten Falle, wo die Fleischtheile, weil an der Haut haftend, n i e substantielle Selbstständigkeit hatten, bewirkt auch Tragen nicht Unreinheit. 3d;einbar entspricht die erste Erklärung mehr den Textworten und augenscheinlich beruht die Erörterung מחיב מר עוקבא בר חמא — ובעא מנאי מילחא רבעי טעמא auf dieser Erklärung. Die Bemerkung Nabba's את שבא לכלל מגע בכל צר וכר läßt feinen Zweifel hierüber übrig. Die nächste Eonseguenz dieser Erklärung ist aber Folgendes. Bei נבילת wenigstens ist nirgendwo טומאת משא denkbar, wo nicht unter denselben Bedingungen טומאת מגע stattsindet. Hieraus folgt weiter mit Nothwendigkeit, daß, wenn es in der Misch nah heißt ומורת ר״ע בשני חצאי זיתים שתחבן בקיסם והסיטן טמא der, Ausdruck ותסיטן nicht urgirt werden dürfe. Denn dieselbe Wirkung würde auch ונגען haben. Dies steht bei der Erörterung in dem oben erwähnten Stücke so fest, daß man sich nicht einmal die Mühe giebt, das Verhältnis! des eben berührten Mischnahpunktes zu der gedachten Erklärung auseinanderzusetzen. Diese Gewißheit verhindert aber nicht, -aß sowohl der Buchstabe, als der Geist der ganzen Mischnah dagegen spricht. ותסיטן ist auch ohne Nachdruck nicht identisch mit ונגען־. Dann wird zu wiederholtem Male imd immer mit Nachdruck der Gegensatz zwischen N. Jsmael und R. Akiba als nur bezüglich des Tragems bestehend hervorgehoben. Nücksichtlich der טומאת מגע macht die Mischnah entschieden den Eindruck, daß beide Tannaiten darüber einig seien, daß die Berührung in all den genannten Fällen von שני חצאי זתיס nicht Unreinheit bewirke. Auch das bündige Zusammenfassen des Schwerpunktes der Differenz zwischen den erwähnten