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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 8 · p. Seite 372

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 8
Article
Veranlassung, Zweck und Entwickelung der halachischen und halachisch-exegetischen Sammlungen während der Tannaimperiode
Date
1871-01-01
Page
Seite 372 (sequence 10)
Language
German
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372 Noten zum obigen Artikel. תערובת חמץ verbundenen Strafe z:ftn Gegenstände haben, fließen unläugbar aus zwei verschiedenen Quellen; vergleiche daselbst. Nichts destowe- Niger nimmt Alfasi (3nr Stelle) leinen Anstand, beide in Eine umzuschmelzen. Tas Nlotiv dieses Schrittes liegt nicht in einer etwaigen anderen Version, die ihm in irgend einen: von den* uns bekannten abweichenden Dalmudereinplare Vorgelegen hätte, sondern in dem Umstande, daß beide Beraitoth einander ergänzen, llnb dieselbe von der Kritik gebotene Aenderung nj.nnnt Alfasi ,auch an unserer Stelle wenn gleich in kleinerem Maaßstabe vor. Den:: steht es einmal fest, daß die im zweiten Stück der Diskussion geinachte Mittheilung über die gedachte Bemerkung des R. Jochanan und das zwischen ihn: und N. Elasar geführte .Gespräch authentisch ist, so kann die in: ersten Stück mitgetheilte Erörterung R. Jochanan's bezüglich derselben Misch nah, was den letzten P:n:kt derselben, die vorgeschlagenen Verbesserungen nämlich betrifft, unnwglich so gelautet haben, wie sie eben hier nütgetheilt wird. Es ist daher ein mißliches Abmühen, wenn R. Nisfin: sich anstrengt, den besprochenen Passus חני קימו ובר in Alfasi begreiflich zu machen, trotzden: er Alfasi das קימר ולא קימו und בטלו ולא בטלו ebenso wie Raschi anffassen läßt; vgl. N. Nissin: zur Stelle. b) Jebamoth 77 a—79 b. In den älteren babylonischen Emoraschulen wußte inan nicht recht, ob das pentateuchische Verschwägerungsverbot (Deuteronom. 7, 3) sich auf die betreffenden Völker als Heiden oder als Proselyten beziehe. Ter sonst entscheidende Rabba ::ahn: anfangs Ersteres als etwas Selbstverständliches an (אטו התם משום קרושה .... וח״מ 76 בהיותם נכרים ובו' a). Später jedoch, und ohne Zweifel nach.reiflicher Ueberlegung, kam er von dieser Ansicht zurück (הדר אמר רבא לאו מילתא ה*ז דאמרי וכן, ibid,). Nnchts destoweniger entscheidet Maimoni in seinem Codex (Hilchoth Jss-ure Biah 12, 1) sich für die erste, pon jener Autorität später verworfe::e Ansicht. Dies frappirt; jedoch nur so lange, als man die gedachte Talmuddiscussion allein im Auge hat. Vergleicht man aber die Discussion 78 b—79 b, besonders den Bericht בימי רבי בקשו להתיר הנתינים, so überzeugt n:an sich, daß Rabba bei seiner Behandlung des oben erwähnten Punktes, nicht im Besitze der nöthigen, in der letztgenannten Discussion mitgetheilten Lanaitischen Quellen, allein auf Hypothesen angewiesen war. Denn, hätte er seiner Zeit den eben berührten Bericht gekannt, er würde direkt eingesehen haben, daß seine erste Annahme die einzig berechtigte sei. Wäre diese nicht die im Tanaitenkreise vorherrschende Ansicht gewesen, so hätte Rabbi unmög-

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