Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Beiträge zur Sach- und Worterklärung des Buches Daniel
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 342 (sequence 6)
- Language
- German
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342 Beiträge nehmen mögen, trotz der Hellenisirung ihrer Namen innerlich Jndäer zu bleiben. V. 8. Daniel nahm sich vor, sich nicht zu verunreinigen, ספחבג המלך. Welche abenteuerliche Etymologien sind nicht versucht worden, um dieses mehrere Mal im Daniel erwähnte Wort zu erklären. Sie können sämmtlich als verunglückt angesehen werden, auch die: daß es den sanftkritischen Pratibägha entspreche. Denn im besteil Falle bedeutet dieses Wort lediglich Abgabe von Früchten und Blumen, aber nicht Speise. Die Ausleger haben aber nicht beachtet, daß schon Hugo Grotius zu Daniel auf das Wort Potibaz bei den Persern aufmerksam gernacht und auf ein Citat bei Athenäus ails Dinon's Schrift über persische Geschichte hingewiesen hat, daß dieses Wort ein Gemisch von Weizen- und Gerstenbrod mit Wein bezeichnet, das die persischen Könige zu genießen pflegten. Die Worte bei Athenäus (I p. 422 ed. Meinecke) lauteil: JsCvwv er rqCrm r/SQGU())v (fj)j(rlv Snog: tffu de norißa£o g aqrog xqCtiivog r.ai nvqtvog omog xaX xanaoi'ffGov oriquvog xal ocrog xexqafiivog sv oiip xov(j<Z, 8 avrog ßamlevg nCvei. Persisch ist das Wort allerdings. Aber mail darf daraus nicht das Argument betoneil, daß der Vers, in der persischen Zeit gelebt habe. Das Wort, wie mehrere andere, waren durch die macedonische!l Kriege imb die Seleuciden in Syrien eingebürgert, da die Syrer eS auch unter denl Na» len פטבגא kanilten- Warum Daniel und seine Genossen diese Speise und Wein von der Tafel des Königs nicht genießen mochten und sich lieber mit Pflanzen behalfen, ist nicht i>l dem Rigorislnus der Makkabäerzeit zu silchen, ivie v. Lengerke anniinmt, sondern der Vers, wollte diese Milster-Jünqlinge als besoilders rigoros uiid skrilpulös darstelleil. Nicht einmal voll der Tafel des Königs mochten sie genießen, lmd um so weniger verbotene Speiseil. Gesetzlich hätten sie die Polibaz genießen dürfen; sie aber haben sich noch mehr Skrupel ailfge-