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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 7 · p. Seite 335

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 7
Article
Zwei interessante Briefe Mannheimer's
Date
1871-01-01
Page
Seite 335 (sequence 5)
Language
German
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Zwei interessante Briefe Mannheimers. 335 wie der Glockenklang — als daß der Jude nicht daran einen Anstoß nehme — offenherzig, in den 5 Jahren, da ich der Orgel bin entwöhnt worden, würde es meinem eigenen Gefühle nicht mehr recht Zusagen. An dem — ויתערבו בגויס וילמדו מעשיהס — so sehr ich auch dm 0מחוקניס שמ־ mit dem Talmud das Wort rede — ist doch mehr, als ich in jüngeren Jahren glaubte. Freilich, hätten wir damals dem Separatismus gehuldigt, als ich auftrat und zuerst eingriff, es wäre vielleicht gar nichts zu Stande gekommen. Nun, die Alten wollten Nichts ablassen, die Neuen Nichts annehmen — Jenen war Alles christlich, was nicht die alte Schmutzfarbe trug — und Diesen Alles jüdisch und ergo verächtlich, was nicht die christliche Weihe hatte. Aber jetzt — da die Zeit gesichtet und geschlichtct hat — jetzt oder niemals heißt es מת לתבן את תבד? Noch Eines, worüber ich Ihre Meinung mir erbitte, wenn Sie mir trauen. Wir haben hier den gewöhnlichen אבל קדיש (ohne קדיש דרבנן, versteht sich), den die אבלים alle in's Gesammt sagen, während der חון — eigentlich der אונטער״יחון ihnen dieselben מלה בפלח vorsagt. Die Jugend und überhaupt die Leute hier, die streng in solchen Sachen sind aus Pietät, nehmen nun doch Anstoß, wenn Sie sehen, daß in diesem Gebete auch nicht ein Wort vom Verstorbenen vorkommt. Ich war daher schon längst gesonnen, eine Formel einzuführen vor יהא שלפא רבא, die den Trauernden in wenigen hebräischen Worten das. rechte Wort geben — ob nun gleich hier von keinem שנוי פטבע שטבעו חכמים die Rede ist — sondern bloß von einer הבלח, die zwischen durch eingeschoben wurde, wie es sogar die Alten in der ש״ע vor שופע תפלה gestatten, als שואל צרכיו), so habe ich doch bisher שב ואל תעשה für besser gehalten. Ich gehöre nicht zu denen, die da sagen את מי יורת רעת, und frage Sie wirklich כתלמיד העומר לפני רבו um Ihre Meinung. Wir haben seit einem halben Jahre einen neuen רב hier, oder eigentlich einen פורה דאסרא, der über בשר und טרפה eine strenge Aufsicht zu führen hat, wahrend der übrige gottesdienstliche Ritus meiner Autorität unterworfen bleibt. Der frühere war alt und schwach und ist peirsionirt. Mit den: jetzigen stehe ich in besten Verhältnissen, da er ein sehr rechtlich denkender und wohlgesinnter junger Mann ist, den uns der Presburger דב empfohlen hat — (versteht sich mit Bart und halbpolnischer Kleidung —). Er ist streng in seiner Sache, übrigens sehr human

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