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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 7 · p. Seite 329

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 7
Article
[Rezension]
Date
1871-01-01
Page
Seite 329 (sequence 3)
Language
German
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IRI
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Recensioneii. 82S losen Einzelheiten. Bei Erörterung der Aehnlichkeit der beiden Dichtungen kömmt vr. Paur auch darauf zu sprechen, daß am Schluß des Gedichtes unseres Immanuel ein Freund des Sängers geschildert wird, als gleichausgezeichnet in der dichterischen Handhabung ״der hebräischen, arabischen und deutschen Sprache," u. s. w., der als Gesandter nach der Provence zog um beim Fürsten Magdiel das Heil des Volkes Israel zu vertreten. ״Wer ist dieser Hochgewaltige zur Zeit Jmmauuel's und Dante's? Das Interessanteste für uns ist unstreitig die Angabe, daß der Ungenannte auch in deutscher Sprache gedichtet habe; schon um deswillen wäre die Lösung des Räthsels dieser Persönlichkeit von hohem Werth und bleibt der Wunsch gerechtfertigt, die Quellenmäßigen Kenner der hebräischen Literatur möchten ihr Augenmerk auf den Gegenstand richten." Nun, wir müssen die jüdischen Gelehrten dagegen in Schutz nehmen, als bedtirften sie zur Aufnähme so wichtiger Untersuchungen erst der Anregung aus fremden Kreisen. Zunz hat schon vor vielen Jahren, die Meinung ausgesprochen, Kalonymus b. Kalonymus, der Günstling König Nobert's von Neapel, sei der von Immanuel Geschilderte. Graetz (Gesch. d. Jud. B. VII. S. 304) beschäftigt sich sehr eingehend mit dieser Streitfrage. Daß dieser Unbekannte in deutscher Mundart gedichtet, geht keineswegs ans I. Worten hervor, dort heißt es er dichtete בלשן עבר ובלשון נצרי ובלשון ערב. D. h. er verstand hebräisch, latein und arabisch. Von Kenntniß des Deutsche:: ist an der citirten Stelle nicht die Rede, und :vir wissen nicht, woher Hr. Paur zu diesem Jrrthum gekommen ist. Der Gesinnung Jmmanuel's zollt d. Verf. mit vollem Fuge das höchste Lob. Mit richtigem Takte weist Hr. vr. Paur die überall Ironie und Unwahrheit hineintragende Auffassung Geiger's zurück, nach der I. nur ironisch den Aristoteles, den Galen, den Plato iu die Hölle versetzt. ״Uebereinstimmend mit Dante verurtheilt er diejenigen philosophischen Richtungen, welche die Persönlichkeit Gottes, die Erschaffung der Welt durch Gottes Allmacht und den göttlichen Geist im Menschen läugnen." Es hat überhaupt wenig Sinn, einen Menschen und Dichter zweiter Klasse auf Kosten eines Dante zu verhimmeln; es ist wahr, Dante findet Homer, Plato, Sokrates, Saladin in: Jnfenio, aber vergesse:: wir nicht, bevor wir Dante mit uuserm armseligen Mitleid verfolgen, daß

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