Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Arabische Äußerungen über Gebete der Juden
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 309 (sequence 4)
- Language
- German
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Arabische Aeußerungen über Gebete der Juden. 309 Gelegenheit der Frage, ob die Begräbnißplatze der Ungläubigen in Moscheen uiugewattdelt werden durften, der Ausspruch Muhammeds angeführt: ״Gott verfluche die Jttden, welche die Gräber ihrer Propheten als Betörte benutzen"*) (לען אללה אליהור אהברוא קבור אגביאהם מסאגד) du Fluch, den eine andere Tradition 2) auch auf die Christen., von denen sie dasselbe berichtet, ausdehut. Diese Amschauung Mnhammeds wurde später eine Waffe in der Hand der muhammedanischen Protestanten — der sogen. Wah- Habiten — die sich zunächst gegen beit Heiligeneultus uub die Wallfahrt ju ihrett Gräbern richteten. Gehen!vir nun zu Aeußerungen neueren Datunrs Liber. Zrutächst wollen wir eilte Expectoration des schon erwähnten Sinliagi gegen die Juden folgen lassen, die au.ch über unseren terminu8 רק Aufschluß geben kann. (Eine Stelle desselben In- Haltes findet sich auch bei beut gleich zu erwähnenden Ibn Gauzia 331 118 verso): ״Die Völker, welche Liber sie (die Juden) herrschten, hörten nicht auf, sich in der allerfeindlichsten Weise gegen sie zu wenden ititb ihre Vernichtung, die Zerstörung ihrer Wohnsitze uub das Verbrennen ihrer Bücher zu beabsichtigen, bis daß der Jslant kann und sie unter beut SGutze der Perser fand (mit Ausnahme der Juden Arabiens); ja noch mehr! ihre eigenen widerspenstigen uub frevelhaften Könige dienten lange Zeit den Götzen und verließen die Gesetze der Thora. Zu diesen lange dauernden und inuner sich vermehrenden Unglücks fällen (nämlich den erwähnten Vertilgungsversnchen u. s. w.) kaut noch, daß ihnen der Unterthanenschutz entzogen wurde, und daß ihnen die Völker, besonders die Perser, die Ausülnmg der Beschneidung und das Verrichten ihrer Gebete verboten, weil sie wußten, daß der bedeutendste Theil ihrer Gebete daran bestand, die Verttichtung der Völker uub die Zerstörung der Welt — mit Ausnahme ihres Landes Kanaan zu. erflehen. Als nun die Juden, dies sahen, erdichteten sie sich Gebete und mengten sie unter einzelne Abschnitte ihrer regelmäßigen Gebete uub nannten jene al-hazäna ') liuclum das. 2. 66. ף Das. E. 67.