Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Das Clientelverhältnis im hebräischen Alterthume
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 297 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 83% known words query
- IRI
…/2829132-2829402-2829410-2865964--13548-2865986- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
DaS Clientelverhnltnis; im hebräischen Altcrthumo. 297 lut ß e, die Mts einem andern Lande in das Land Israel eingewanderten Fremdlinge, die daselbst Schutz suchteil mtd fandeir. Wenn wir attch nicht historisch beurkundet fntdcn, das; Frentde das Jndigenat int Jsraelittschett Staate nachgcsncht haben, so läßt es sich vvranssetzen, daß Moabiter, Ammoniter, Jdnmäer, Aramüer »rtd selbst Aegypter sich in Palästina angesiedelt haben. Das Gesetz setzt sie als vorhanden voraus, indent es vorschreibt, daß die Jdnmäer sofort, die Aegypter int dritten Geschlechte als V o l l b n r g e r aufgenontntett tverden sollen (Deuter. 23, 3—9). Das Gesetz statu irt öfter einen Unterschied zwischen ein ein IL'iN, eingesesseneit Clientetl und 1.1 einem eingewnnderten Schützling; daher muß die Differenz gesucht werden. Es läßt sich denken, daß Fremdlinge nicht in großett Massen nach Palästina intigrirten, sondern nur einzelne Individuen allenfalls mit Familienkreisen. In dieser Vereinzelung ivareit sie dem israelitischen StaatSorganismns wenig gefährlich, ungleich weniger als die autochthonischeil Clienten. Noch mehr, diese Gerim mußten sich wegen ihrer isolirteu Stellung enger an die Stadt oder den Stamm, die sie aufgenontntett, anschließen und sich in Sitten und Daseinsweise der Israeliten eittleben, tvozu sie auch schon die Beweggründe ihrer Einmandernng führeil mußte. Denn bei der Liebe zur Seßhaftigkeit der alteil Völker, namentlidj der morgenländischen — nachdem die Nomadenperiode vorüber war —• kann nur entweder Unzufriedenheit ntit den; Gebnrtslande oder Norliebe für das israelitische Lattd solche Gerinl bewogen haben, sich unter die israelitische Clientel zlt begeben. Solche Einwanderiingen von einzelnen stinchbarfamilien sind wohl zur Zeit gescheheil, als in Palästitta eilte starke, glätizende und verhältnißmäßig glückliche Negierung bestand, unter David und Salomo, und später unter Jcrobeain kl. und Usiah. Daher heißt es bei der Schilderung der glücklichen Tage in Israel, welche als Folge der Anhänglichkeit an das Bnndesgesetz verheißen wird: ״Du wirst ntächtige Volker zum Anschluß (tut Dich) bringen, Du aber