Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 20 (1871)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zwei interessante Briefe Mannheimer's
- Date
- 1871-01-01
- Page
- Seite 281 (sequence 6)
- Language
- German
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Zwei interessante Briefe Mannheimers. 281 diese und Ordnung, pünktliche Genauigkeit und Feierlichkeit bei allen Funktionen gesehen. Der Gesang ist sehr erhebend, das Chor, bestehend aus 12 Knaben, fällt ein בהוב״ש, אמן — ק״ש — קדושה — יהא שמי׳ רבא und vielen anderen Stellen. Ferner singt dasselbe die meisten Psalmen, die beim Gcttesdienste Vorkommen. טוב להודות. הבו לה׳ כני אלים. הלל ״ — אשרי פיוטים ר״ה וי״ב. s. w. Der Vorbeier muß טלה בטלה vorbeten, und wo er singt, an bestinunte ^Otclobien sich halten, größere und feierlichere stellen werden 3- oder 4stimmig gesungen, da er außer dem Chor noch 2 Gehülfen hat. Selbst diese dürfen aber nicht singen, ohne den Text zu wiederholen. Unsere Compositionen sind großtentheils Meisterstücke des Kirchengesanges, wenn ich auch in Rücksicht des LtylS nicht ganz zufrieden bin. Ich wünsche inehr Choralgesaug, welliger figurirten Gesang. Zur Aufrechthaltung der Ordnullg finb 16 junge Männer aus der Gemeinde angestellt, die freiwillig — abwechselnd immer 4 bei jedem Gottesdienste auf dergleichen zu sehen haben, und zugleich bei Feierlichkeiten den Dienst versehen, den sonst □שמשי hatten, z. B. הנבה, (לילה das sogenannte Ministireu. מצור״ז werden nicht verkauft. 3. Die Verbindung des Gottesdienstes mit denr häuslichen Lebell ist eine imserer eifrigsten Bestrebungen. Jede Feierlichkeit im Hauslichen Lebell wird nach vorgeschriebenell Fornlen abgehalten. Die J) habe, sind seit NOD העבר von der Gemeinde angenommen worden, die sich ihren Bestimmungen unterworfen hat, danlit mir unb meinem Nachfolger und der Gemeinde selbst keine Willkühr in heiligen Dingen weiter in den Sinn komme. Wie bereits oben erwähnt, unb ich betrachte die sogenannte Seelsorge als ben heiligsten Berns, halte sie höher m Ehren noch, als das Lehramt und die Predigt. Und es hat sich bereits bewährt, wie segensreich solche Bemühungen sich lohnen. Von der Geburt bis zur Grabstätte soll die Religion den Menschen ermahnend und beruhigend begleiten, sie darf ihn nicht außer Augen lassen. Das meine Aufgabe.!) Hier ist das Manuscript durch eine schadhafte Stelle unleserlich.