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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1871-01-01 · Heft 5 · p. Seite 214

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
20 (1871)
Issue
Heft 5
Article
Das Targum zu Hiob
Date
1871-01-01
Page
Seite 214 (sequence 7)
Language
German
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214 Das Targum zu Hiob. b. Zakkai's Namen Ansichten über Hiob's Charakter vorträgt. An dem Disput über die Abfassungszeit des Buches Hiob (Baba bathra 14 b. ff.) betheiligen sich die altern hervorragenden Agadisten. — Was nun den letztern Punkt betrifft, so scheint unser Uebersetzer das Werk mit einer Boraitha (ib.) dem Moses zugeschrieben zu haben. Dies geht namentlich aus Cap. 5 hervor, wo vom 12. Verse an im Targum die Anrede, statt an Hiob, an Israel sich richtet, wobei dem Eliphaz die Geschichte des Auszuges und der Wüstenwanderung in den Mund gelegt ist. Ja, einmal (v. 17) wird ein Satz mit ואנת ישראל eingeleitet (ähnlich wie das jer. Targum zum Pent. oft עמא דכני יש׳ einschiebt). Besonders hervorzuheben ist 37, 1, wo einer ähnlichen Deutung als »vis su lecwur (übrigens das einzige im Hiob-Targum) vorangestellt wird: 1.על בנוי דאהרון אתנבי ואפר) Auch die vormosaische Geschichte wird häufig hereingezogen; so Adam 31, 33, Eva und ״SamSmel" (d. i. die Schlange) 28, 2, die Sintffuth 4, 8; 6, 17; 26, 5, Sodom 14, 18, die Patriarchen 3, 19 und passim. Freilich läßt sich nicht erwarten, daß der Uebersetzer dabei mit der Consequenz verfahren ist, wie die wahre Exegese sie fordert. Ihm lag es oft daran, anziehende Agaden in seiner Versiouanzubringen und zu combiniren. So läßt er mit R. Nathan (Baba bathra 15 b.) Hiob Zeitgenossen der Königin von Saba 2) sein und identisicirt trotzdem seine Frau — mit Andern (ib. יש אומרים) — mit Dina, der Tochter Jakob's (2, 9).*) — Darum darf es uns nicht wundern, wem! wir einmal (3, 5) auch die Propheten Jona und Jerenüa erwähnt finden. Lernten wir unfern Autor so als vielseitigen und gewandten Agadisten kennen, so schimmert auch klar genug seine Liebe zum Halacha-Studium hervor. Im Sinne des bekannten: אורה וו חורה übersetzt er אור zweimal (3, 16; 24, 13) mit נהורא דאורייתא. Die im Todtenreiche ausruhenden Ermüdeten (3, 17) sind ihn: ') Andere Anspielungen auf mosaische Geschichte 14, 11; 15, 29; 28, 22; 34, 20; 38, 23. ’) Bei ihm (1, 15) לילית מלכת זםרגד; siehe über diese meine Notiz im vorigen Jahrgänge dieser Zeitschrift. ’) Ebenso combinirt er (13, 4) die auseinandergehenden Ansichten N. Jochanan's und R. Simon Lakisch's über אלל.

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